Vorbei am offenen demokratischen Prozess, entsteht seit Jahrzehnten eine

global - neoliberale

  Rechtsordnung. Diese bietet den ökonomischen Rechten Vorrang.

 

Stetig wird die Menschenwürde angetastet. Aufgrund internationaler Handels- und anderer Verträge werden alle Rechte bis hin zum Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zunehmend an die Verfügung über Eigentum, anstatt an das bloße Menschsein gebunden.

DIE  LAGE  DER  LITERATUR Abb. Hope Gangloff Geb.1974 New York
DIE LAGE DER LITERATUR Abb. Hope Gangloff Geb.1974 New York
H20_am_TAG mit Blick aus dem Kinderzimmer
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Foto_FEAN
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HERRLICHE  OSTSEE
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BUNDESVERFASSUNGSGERICHT_in_KARLSRUHE_EIN_ANSPRUCH _ohne_WIRKLICHKEIT_NACH_einem_VIRTEL_JAHRHUNDERT_DEUTSCHE_EINHEIT_ARTIKEL_146_VOM_DEUTSCHEN_VOLK_in_FREIER_ENTSCHEIDUNG_zu_BESCHLIESSEN!
BUNDESVERFASSUNGSGERICHT ANSPRUCH ohne WIRKLICHKEIT! NACH 25 JAHREN DEUTSCHE EINHEIT ARTIKEL 146 GG "VOM DEUTSCHEN VOLK in FREIER ENTSCHEIDUNG zu BESCHLIESSEN!
04299_Stötteritz
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Klinger_In_Flagranti_bis_07._Dez._mdbk
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W'münde - Parklichtspiele?
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Bis Mittwoch den 27. JUNI 2018,

 

tagt die Päpstliche Akademie in ihrer 24. Vollversammlung zum Thema:        

 

 >>>Eine globale Bioethik<<<

 

Papst Franziskus ermuntert den Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben, die Vision einer globalen Bioethik umfassend zu erörtern. Diese sollte keinesfalls allein von Krankheit und Tod ins Licht der Wahrheit kommen. Sie muss von der unantastbaren Würde aller Menschen in ihren Lebensphasen beleuchtet werden.

 

Eine Gemeinschaft von Menschen mit Behinderung im Ort Casale bei Rom bekam heute eine
                Überraschung
Papst Franziskus machte heute einen Kurzbesuch bei ca. zweihundert Menschen. Normalerweise finden solche Überraschungen an Freitagen statt. Für zwei Stunden war der Papst dort und traf Menschen, die durch eine Stiftung oder mit Kooperativen versuchen, mit ihrer Behinderung ein autonomes Leben zu gestalten.

                                                     24. JUNI_ 2018 LCF_Leipzig/ ROM
                                                                                                  ___________________________________________

 

Selten zuvor hat ein deutscher Bischof, wie Gerhard Feige Bistum Magdeburg, seine Amtsbrüder so hart kritisiert.

 

 

(Frankfurter AZ 11. Juni)


Alle bestehenden Strukturen haben mit Macht zu tun. Die Schlüsselpersonen haben ein Ziel. Mittels ihrer Macht, um jeden Preis ihr System aufrechtzuerhalten, in dem ihr Lehramt der Kirche bzw. ihren Vertreter, ihren Bischöfen einzig allein die göttliche Gnade zukommt, eigene Regeln aufzustellen.


Abweichungen von ihren Regeln, werden solange geduldet, wie ihre vorhandenen Strukturen nicht in Frage gestellt werden.


Ihr reales Denkmuster, welches der Wirklichkeit keinesfalls entspricht, ihre Kirche ist ein geschlossenes System, in dem klar ist, wer dazugehören darf und wer nicht.

Mehr als 25.000 Fans kamen am 13. Mai 2018, um Dominik Kaiser [29-Jahre] nach sechs Jahren RB Leipzig, zu verabschieden.

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Für Angela Merkel

 

war das Internet im Jahr 2013 irgendwie Neuland ... dem so genannten kleinen Mann wird aktuell suggeriert, seine Arbeit wird bald von Maschinen übernommen und ER wird überflüssig. Das Wort >>>Digitalisierung<<< scheint Angst und Schrecken zu verbreiten. Erfrischend die Gedanken des . In seinem neuen Buch >>>Jäger, Hirten, Kritiker<<< Keine Angst vor Kulturpessimismus, er entwirft eine Idee für eine digitale Gesellschaft, die hoffen lässt: im 24. Jahrhundert gibt es gar kein Geld mehr. Der Erwerb von Reichtum ist nicht die treibende Kraft im Leben der Menschheit. Sie arbeitet, um sich selbst zu verbessern. Seine Idee stammt aus Star Trek VIII. Precht ist überzeugt, die Menschheit erlebt einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer Historie. Die Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert hat das Leben der Menschen grundlegend verändert. Jetzt erfolgt eine Revolutionierung der Arbeitswelt. Richard David Precht erklärt, alle Berufe die durch Computer ersetzt werden können, sterben früher oder später aus. Anstatt diese so augenscheinliche Massenarbeitslosigkeit zu beklagen, ist Freude angesagt, ja ein starker JUBEL. Die langweilige und entfremdete Arbeit findet ihr Ende. Nun darf der Mensch Zeit finden, sein Leben frei zu gestalten und seiner wahrhaften Bestimmung nachgehen. Glauben - Hoffen - Lieben, täglich ohne Angst & Schrecken.

 

 

Botschaft des 3. Mai

 

Journalisten,

 

werden  mit Gewalt unter Druck gesetzt.  Medien werden zensiert und  verboten.

 

Besorgnis erregt: >>> immer häufiger kommen Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben <<<. 

 

Die Botschaft  >>> jeder Journalist - Mensch - überall auf der Welt, hat das Recht ohne Angst berichten zu können. Eine Beschränkung seiner Freiheit ist immer auch eine Beschränkung der Menschenwürde.

 

Jährlich verleiht die UNESCO am heutigen Tag den Guillermo Cano-Preis für besondere Verdienste um die Pressefreiheit.

 

Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) ruft Medienanstalten, Journalisten, Verleger und NGOs auf, sich zu beteiligen.

 

Projekte, die in besonders geeigneter Form zur Erreichung der Ziele des Welttags und der Ziele der UNESCO beitragen, kann bei der DUK unter Nutzung des Logos des Welttags beantragt werden.

LCF / Walkhoefer

 
Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag (RFinStV)

 

26. August bis 11. September 1996
in der Fassung des 16. Rundfunkänderungsstaatsvertrages

04. bis 17. Juli 2014,
in Kraft getreten am 1. April 2015/1. Januar 2017

 

 AG Auftrag und Strukturoptimierung

Einschätzung der Vorschläge von ARD/ZDF durch die KEF 

(Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten)

Die Bundesländer überprüfen den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dessen Organisationsstrukturen. ARD und ZDF haben Reformen vorgeschlagen, die Synergien der Sender ausschöpfen und eine Effizienzsteigerung zu bewirken. Geplant sind Kooperationen in den Bereichen Betrieb, Verwaltung, Technik und Programmverbreitung. Die Politik erwartet weitergehende strukturelle und nachhaltige Anpassungen, als bisher.

(vlnr) Dr. Heinz Fischer- Heidberger (KEF), Ulrich Wilhelm (ARD), Oliver Schenk (Staatsminister Sachsen), Heike Raab (Staatssekretärin Rheinland-Pfalz), Diemut Roether (epd- Medien), Dr. Thomas Bellut (ZDF), Stefan Raue (Deutschlandradio).

 Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wird bei den MTM 2018 zum deutsch-französischen Verhältnis diskutieren. Unter anderem mit Nazan Gökdemir (ARTE), Theo Koll (ZDF) und Prof. Thomas Kleist (SR) wird das Thema:

 

Vorurteile und Stereotype – Wie sehen wir unsere Nachbarn?

 

vor dem Hintergrund europäischer Herausforderungen für beide Länder im Zentrum dieser Debatte stehen.

 

 

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Metropol Verlag

 

Autor I Siegfried Suckut

 

Erweist sich der Versuch, einen Begriff klar zu definieren und operationabel zu machen, als aussichtslos, wird in den Sozialwissenschaften gern von dem Versuch gesprochen, einen Pudding an die Wand zu nageln.1 In der Geschichtswissenschaft geht es in der Regel um andere unüberwindbare Forschungsbarrieren, vorrangig um Informationsdefizite, die es trotz allen Bemühens nicht erlauben, Sachverhalte zu klären, sei es aus Quellenmangel, sei es, dass sich noch lebende Akteure widersprüchlich äußern, falsche Fährten legen oder beschlossen haben zu schweigen. Sich dennoch mit einem solchen Thema zu befassen, an dem sich schon andere vergeblich versucht haben, kommt mitunter der Absicht gleich, ein nasses Stück Seife in den Griff zu bekommen. Die Öffnung der DDR-Archive nach der Vereinigung hat es in vielen Fällen ermöglicht, Antworten auf offene Forschungsfragen zu geben und Hintergründe auszuleuchten, die bisher im Dunkeln geblieben sind – eine Sternstunde für die einschlägige Zeitgeschichtsschreibung. Die früher oft zur Spekulation verdammten Analytiker schwelgten in Informationen, die es jetzt zuweilen im Überfluss gab. Man denke nur an den riesigen Aktenbestand des früheren Ministeriums für Staatssicherheit, den ein mutiger Gesetzgeber ohne Sperrfrist zugänglich gemacht hatte.

 

Bald wurde klar, dass manch bedauerliches Quellendefizit geblieben war. Die »Protokolle« der Sitzungen des SED-Politbüros etwa erwiesen sich weithin als bloße Auflistungen der Tagesordnungspunkte. Auch was der SED-Chef in den wöchentlichen Vieraugengesprächen mit Sicherheitsminister Mielke beriet, ist so unbekannt wie zuvor. Ganz zu schweigen von den Verhandlungen der DDR-Oberen mit den Vertretern der sowjetischen Führungsmacht, von denen nur wenig dokumentiert und zugänglich ist. Das Spiegel-Manifest – Inhalt, Informations- und Diskussionsstand vor 1990 Zu den Episoden deutscher Nachkriegsgeschichte, die vor der Vereinigung stets geheimnisumwittert waren, gehörte das vom Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel Ende 1977/Anfang 1978 veröffentlichte »Manifest« eines »Bundes Demokratischer Kommunisten Deutschlands« (BDKD) in der DDR. Dessen Endfassung hatte der Ost-Berliner Wirtschaftsprofessor Hermann von Berg formuliert und unter abenteuerlichen Umständen weitergeleitet:

 

Rund um Weihnachten 1977 lud er den Spiegel-Korrespondenten Ulrich Schwarz zu sich nach Schöneiche bei Berlin ein und diktierte ihm etappenweise den umfangreichen Aufruf der bis dahin unbekannten Gruppe von oppositionellen SED-Mitgliedern. Schwarz erlebte vermutlich seine Sternstunde als Journalist und schrieb sich – nicht nur im übertragenen Sinne – die Finger wund.2 Die Veröffentlichung im Nachrichtenmagazin als »Manifest der ersten organisierten Opposition in der DDR« Anfang Januar 1978 schlug in der westdeutschen Öffentlichkeit hohe Wellen.3 In allen Medien, selbst in den Fernsehnachrichten, wurde spekuliert, wer wohl die anonymen Verfasser sein könnten, wer hinter ihnen stand und was der Aufruf einer SED-internen Oppositionsgruppe deutschlandpolitisch und in der SED bewirken könnte.4 Die Autoren des Papiers wandten sich an die »Öffentlichkeit Deutschlands«, speziell an die DDR-Bevölkerung, und hatten es als Aufruf zum Handeln formuliert: »Propagiert und organisiert!« Sie warben dafür, in ganz Deutschland eine »demokratisch-kommunistische Ordnung« zu schaffen, und sahen sich in der Tradition von August Bebel, Rosa Luxemburg, Wolfgang Harich, Robert Havemann und Rudolf Bahro, nur bedingt auch in der von Marx und Lenin.

 

Als Vorbild nannten sie die »Eurokommunisten«. Wie diese lehnten sie eine Diktatur des Proletariats ab, versprachen Parteienpluralismus, freie Wahlen und Gewaltenteilung. Zusammen mit Sozialisten und Sozialdemokraten wollten sie auf die Wiedervereinigung Deutschlands hinarbeiten, das sie sich als entmilitarisierten, neutralen Staat, als »Brücke zwischen Ost und West« vorstellten. Es gelte, einen eigenen deutschen Weg zum Sozialismus zu suchen. Die Zustimmung ihrer Adressaten hofften sie offenbar vor allem mit einer schroffen, zum Teil ins Persönliche gehenden Kritik an den Machtträgern in der Sowjetunion und der DDR zu gewinnen. Die in Moskau titulierten sie als neofaschistische Machthaber, als »objektiv reaktionär« wirkende »parasitäre Bürokraten«, sie seien »korrupt bis auf die Knochen«. Ähnlich klang, wie sie die Situation in der DDR beschrieben. Unter Honecker habe sich das »organisierte Chaos« bis zur »Unerträglichkeit« vergrößert, noch nie seien die »Werktätigen« so intensiv ausgebeutet worden wie heute. Zwei Dutzend Familien verhielten sich wie in einem Selbstbedienungsladen. Korruption, Amtsmissbrauch, Schmarotzertum und Nepotismus seien an der Tagesordnung. Protest sei unter diesen Umständen »die erste Bürgerpflicht«. Nur unbestimmt äußerten sich die Autoren zur angestrebten demokratisch-kommunistischen Wirtschaftsordnung. Beeindrucken wollten sie mit Kritik am Bestehenden, nicht mit einem Entwurf des Zukünftigen. Deutlich wurde immerhin, dass sie Befürworter des Leistungsprinzips waren, »reale, kostendeckende Preise« befürworteten und die Einkommen von Funktionären auf die der Arbeiter begrenzen wollten. Im Durchschnitt seien das 600 DDR-Mark im Monat. Allerdings sollte die DDR-Währung zukünftig frei konvertierbar sein. Keine Frage, auf die Mitglieder im Bund Demokratischer Kommunisten wartete noch viel Programmarbeit. Dessen waren sie sich wohl auch bewusst, denn sie betonten, das Manifest sei erst der Beginn einer Verständigung und Diskussion. Über den West-Berliner Rundfunk war der Wortlaut auch in der DDR bekannt und mitgeschnitten geworden. Tonbänder seien dort mittlerweile Mangelware, behauptete eine westdeutsche Tageszeitung.5 Doch die Resonanz im Osten war verhalten. Eine oppositionelle Initialzündung blieb aus. Nach den Turbulenzen um die Ausbürgerung Wolf Biermanns und der Inhaftierung Rudolf Bahros in den Jahren zuvor begann für den Staatssicherheitsdienst eine eher ruhige Zeit. Umso heftiger waren die Reaktionen in Bonn. Selbst der Bundestag debattierte über das Papier, die politischen Hintergründe und möglichen Folgewirkungen.6 Skeptiker wie der SPD-Politiker Egon Bahr und der Publizist Peter Bender wunderten sich über die Wortwahl und bezweifelten, dass es sich um einen Text (allein) von SED-Funktionären handelte.7 Der ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann dagegen glaubte, »klares DDR-Deutsch« gelesen zu haben. Inhaltlich decke sich das meiste mit seinen Erfahrungen und Ansichten. 8 Er empfahl den Autoren, anonym zu bleiben,9 und widersprach Wolfgang Harich, dem SED-Oppositionellen früherer Jahre, als der in einem dpa-Interview die Überzeugung äußerte, Biermann sei der Verfasser des Manifests, denn »Einfälle, Vergleiche, Bilder und Formulierungen« seien typisch für dessen Sprache.

 

10 Andere spekulierten über Machtkämpfe in der SED oder witterten eine Intrige aus den Reihen der KPdSU-Führung. Stellung beziehen musste nicht zuletzt die Bundesregierung, die deutlich zu erkennen gab, dass ihr diese ins Persönliche gehende Fundamentalkritik an der SED-Führung ungelegen kam, weil sie das noch zarte Pflänzchen Entspannungspolitik zu gefährden schien. In »stillschweigendem Einverständnis« mit den Machtträgern in Ost-Berlin sahen die Sozialdemokraten um Kanzler Schmidt darin ein »dubioses Machwerk«, wie der Spiegel zu seinem Bedauern feststellen musste. 11 Die Regierung hielt eisern an ihrer Klarstellung fest, »dass der Bundesnachrichtendienst und andere Behörden der Bundesrepublik Deutschland« mit der Veröffentlichung »nicht das geringste« zu tun hätten.12 Das war glaubhaft, weil die sozialliberale Koalition kein Interesse hatte, im Zeichen einer seit Helsinki deutlich an Fahrt gewinnenden Entspannungspolitik die Position ihres Ost-Berliner Ansprechpartners zu untergraben. Dokumentiert findet man mittlerweile, zu welchen Einschätzungen die Analytiker im zuständigen Ressort, dem Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (BMB) und dessen Forschungseinrichtung, dem Gesamtdeutschen Institut, Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben, gelangten. Was sie zum Spiegel-Manifest erarbeitet und gesammelt hatten, fassten sie in einem aus zwei Bänden bestehenden »Sonderordner 3580« zusammen. Neben den Analysen der hauseigenen DDR-Forscher sind in einem Beihefter auch deren Arbeitsmaterialien, speziell die Presseveröffentlichungen von Januar 1978, aufgenommen worden. Der Ordner ist jetzt, noch unpaginiert, im Bundesarchiv Koblenz zugänglich.13 Schon am 2. Januar 1978 legten die Experten im Ministerium eine Kurzanalyse des Manifests vor, dessen erste Kapitel gerade im Spiegel veröffentlicht worden waren. Noch war nicht bekannt, wie der Text an das Hamburger Magazin gelangt war. Die Sprache, so ihr Befund, lasse »weniger auf Verfasser in der DDR schließen«, sie deute auf »westliche Autoren« hin, »beispielsweise aus dem Bereich der K-Gruppen«. Eine Annahme, die jedoch gleich wieder verworfen wurde, denn als Wortmeldung einer kommunistischen Splittergruppe sei das Manifest »zu knapp und präzise im Magazinstil formuliert«. Zumindest eine Überarbeitung durch den Spiegel sei »nicht auszuschließen«. Spürbar sei die unterschwellige Sorge der Autoren, die DDR könnte gegen Korrespondenten vorgehen.14 Den Hinweis auf den »gut lesbaren Magazinstil« übernahm die Bundesregierung in ihren Bericht an den Bundestagsausschuss für innerdeutsche Beziehungen »Über die aktuellen Ereignisse im Verhältnis zur DDR«, den sie gleich nach Erscheinen des zweiten Teils des Manifests am 9. Januar 1978 erstattete.15 Ähnliches war bereits in der öffentlichen Diskussion geäußert worden, am deutlichsten von Peter Bender, einem der profiliertesten deutschlandpolitischen Publizisten in der Bundesrepublik. In einem Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk, gleich nach der Publikation des ersten Teils, stand für ihn fest: »So schreiben Leute, die für den Spiegel schreiben« und einen »flotten West-Journalisten-Ton« treffen wollen, nicht von der SED Ausgebildete. Aus westlicher Sicht befürchtete er einen »Flurschaden« für die Deutschlandpolitik und bedauerte, dass die »offenkundige Fragwürdigkeit« des Textes weder vom Spiegel noch von den meisten Kommentatoren »bemerkt oder beachtet« worden sei. Stattdessen kommentiere jeder »drauflos«. Den Hauptschaden werde Honecker haben.16 In einem internen Gutachten des Gesamtdeutschen Instituts vom 3. Januar wurde die Vermutung geäußert,17 der Text könnte auf Tonband aufgenommen und in West-Berlin abgeschrieben worden sein. Darauf deuteten stilistische und sprachliche Besonderheiten hin, die für eine westliche Autorenschaft sprächen. Diese semantischen Hinweise tauchten auch im BMB-Entwurf des Berichts der Bundesregierung an den Bundestagsausschuss wieder auf, mit der abschließenden Klarstellung, der Regierung lägen »keine Kenntnisse über die Existenz der vom Spiegel genannten Gruppe« vor.18 Das konnte nur bedeuten, dass auch der Bundesnachrichtendienst über keine entsprechenden Informationen verfügte. In den überlieferten Regierungspapieren wurde durchweg die zunehmende Gewissheit deutlich, es handele sich nicht um eine Initiative der Stasi oder des KGB.19 Fasste man den aus dieser Akte abzuleitenden Kenntnisstand der Bundesregierung zusammen, so handelte es sich vermutlich um eine Ausarbeitung westlicher Provenienz, die nicht von staatlichen Stellen der Bundesrepublik, also auch nicht vom BND, verfasst worden war. Eine mögliche Autorenschaft der westdeutschen Splitterpartei KPD/Aufbauorganisation spielte in der Diskussion bald keine Rolle mehr, nachdem deren Chef, Christian Semler, das dementiert und darauf hingewiesen hatte, seine Partei würde nie befürworten, am »bürgerlichen Parlamentarismus« festzuhalten und auf die Diktatur des Proletariats zu verzichten, wie es die Autoren des Manifests getan hätten.

 

20 Vor diesem Hintergrund ist die Spiegel-Meldung vom 16. Januar 1978 nicht überzeugend, das Bundeskabinett sei sich einig gewesen, »dass an der Authentizität des Papiers kaum zu zweifeln sei«.21 Bestätigt fühlen durften sich dagegen die Skeptiker im BMB, als sie die Information des Bundespresseamtes über eine Rundfunkdiskussion britischer Journalisten auf die Schreibtische bekamen. Im deutschsprachigen Programm der BBC hatte deren früherer Berlin-Korrespondent Trehan Jones auf den Punkt gebracht, was ihm am Spiegel-Manifest aufgefallen war, und, ähnlich wie schon Peter Bender, befunden, es sei im »Ton eines westlichen Intellektuellen« formuliert. Die »leitenden Herren dieser Zeitschrift«, so sein Eindruck, wollten »etwas Politisches erreichen«. Ihre Absicht scheine gewesen zu sein, Honecker noch mehr »zum Wackeln« zu bringen. Die Veröffentlichung des Manifests stelle die Bemühungen der SED-Führung infrage, nach der Biermann-Ausbürgerung wieder »Herr im Haus« zu werden.22 Waren nicht Oppositionelle in der SED Initiatoren der Publikation, sondern »leitende Herren« des Spiegel? Leider ist dieser Hypothese bisher wissenschaftlich nicht nachgegangen worden. Wohl um solchen Vermutungen vorsorglich entgegenzutreten, betonten die Repräsentanten des Magazins früh und mit Nachdruck die Authentizität des von ihnen Veröffentlichten. Rudolf Augstein machte in seiner Einleitung zur hauseigenen Dokumentation zufrieden darauf aufmerksam, dass das westliche Ausland die Echtheit des Manifests »fast durchweg akzeptiert« habe, und versicherte, beim Spiegel hätten sie nie an selbiger gezweifelt.23 Am 2. Januar hatte Ulrich Schwarz im ZDF noch dementiert, das Manifest an sein Blatt weitergeleitet zu haben, gleichwohl aber betont, der Spiegel habe sich »sehr genau« davon überzeugt, dass das Dokument echt sei.24 Zwei Tage später versicherte Verlagsdirektor Becker fast wortgleich im Deutschlandfunk, sie überblickten »klar und genau den Übermittlungsweg«,25 und Schwarz wiederum ergänzte kurz darauf, der Spiegel wolle die Namen der Autoren nicht nennen, um dem Staatssicherheitsdienst »keine Hinweise« zu liefern. Es sei deren Sache, »ob sie anonym bleiben« oder sich »selbst öffentlich stellen« wollten.26 Kannte der Spiegel also die Namen der SED-Oppositionellen? Der Verfasser fragte bei Ulrich Schwarz nach. Er dementierte. Keinen Hehl machte der Spiegel aus den von Trehan Jones vermuteten weitreichenden politischen Absichten. Schon der Veröffentlichung des Manifests hatte das Blatt zusammenfassende Ausführungen zur politischen Lage in der DDR vorangestellt, die als Charakterisierung des Ist-Zustands daherkamen, mehr aber die Hoffnungen der für das Magazin Verantwortlichen benannten, was sich in naher Zukunft entwickeln könnte, wenn nur ein Funke zündend übersprang. Ihn hätte das Manifest auslösen können. Die Opposition innerhalb der SED, so klärte das Blatt seine westdeutschen Leser auf, sei »weder tot noch entmutigt«. Selbst in »Keimzellen der ostdeutschen Staatspartei« werde erstmals seit den 1950er Jahren Widerspruch laut. Mittlere und höhere Parteifunktionäre hätten sich »in kleinen Zellen und konspirativ« zusammengeschlossen. Mit dem Gang in die Öffentlichkeit gewinne der Widerstand gegen die SED-Führung eine »neue Qualität«. Anders als in Westdeutschland sei das Thema Wiedervereinigung im Osten nach wie vor virulent und die Abscheu vor allem, was aus Moskau komme, gewachsen.27 In der ARD-Tagesschau räumte Chefredakteur Erich Böhme ein, er wisse nicht, wie viele Autoren an dem Text beteiligt waren, sei aber zuversichtlich, dass noch »wesentlich mehr dahinter stehen werden«, wenn das Manifest erst in der DDR bekannt würde. Dass es folglich Zweck der Veröffentlichung sei, den Verfassern eine größere Gefolgschaft zu sichern, verneinte er, doch ging es offenbar genau darum. Optimistisch war Böhme, weil er im Text »ein paar ganz entscheidende Dollpunkte« sah, »die die Leute in der DDR wahnsinnig machen« müssten. Er dachte unter anderem an die Prärogative der Sowjetunion in Ideologie und Wirtschaft.28 Der eng mit dem Spiegel kooperierende Wolf Biermann unterstützte indirekt diese Zuversicht und betonte, in der DDR gebe es »Tausende von kleinen Gruppen miteinander befreundeter Kommunisten«, die »ähnlich denken und hoffen wie wir«.29 Das hatte offenbar auch die DDR-Führung erkannt. Das Gerücht gehe um, so Biermann, sie rechne jetzt mit einem »echten [!] oppositionellen Manifest«.30 Gemessen an den eigenen Erwartungen muss Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein enttäuscht gewesen sein, als er in einem Kanzler-Interview mit seiner These, im Zuge der Entspannungspolitik werde es »im Grunde zu einer immer stärkeren Destabilität des DDR-Systems« kommen, auf staatsmännische Zurückhaltung stieß.

 

31 Er sollte recht behalten. Sein Blatt konstatierte in den folgenden Monaten trotz ausbleibender offener Resonanz auf die Publikation des Manifests im Osten eine »fortdauernde Unruhe« in der DDR und sprach sich selbst Mut zu: »Dass Honecker seine Herrschaft auf Dauer stabilisiert hat, scheint zweifelhaft. Denn seine Probleme sind geblieben.«32 Diese Einschätzung war, nicht nur im Hinblick auf das Ende der DDR, realistisch. Die Ausbürgerung Biermanns hatte die Macht der SED spürbar geschwächt. Erstmals übten selbst prominente Parteimitglieder offen Kritik an der Politik ihrer Führung: Was mit der Veröffentlichung des Manifests erreicht werden sollte, war bereits ein erstes Mal DDR-Wirklichkeit geworden. Die Ausbürgerung war auch machtpolitisch eine Fehlentscheidung, von der sich die Partei nicht mehr völlig erholen sollte. Bewirkt hatte sie ausgerechnet Sicherheitsminister Mielke, dem es nach langem Bemühen gelungen war, Honecker zu dem Beschluss zu bewegen.33 Zusammen mit der Verhaftung Bahros und der »Kaffeekrise« im September 1977 schien die Herrschaft der SED erschüttert, was sich auch den Stimmungsberichten aus der Bevölkerung entnehmen ließ.34 Der Bürgerrechtler Jens Reich fragte sich später, ob nicht schon im Herbst 1977 der Versuch, die SED-Herrschaft durch Bürgerinitiative zu beenden, eine Chance gehabt hätte.35 Nach der Vereinigung Erwartet werden durfte, dass sich alle Zweifel an der Echtheit des Aufrufs nach der Vereinigung leicht würden widerlegen lassen.

 

Die BDKD-Mitstreiter würden sich der Öffentlichkeit präsentieren und über ihre abenteuerliche Aktion informieren. Das hätte eine viel beachtete Pressekonferenz werden können mit gebührendem Lob für den Mut namenloser Oppositioneller in der SED. Doch nichts geschah, was manchen Beobachter argwöhnen ließ, es spreche »alles dafür«, dass es sich beim Manifest um »eine Fälschung, von welcher Seite auch immer produziert«, handele.36 Diese These blieb unbewiesen, sie ist bislang aber auch nicht widerlegt worden. Zweifel an der Echtheit versuchte postwendend der Leipziger Historiker Heinz Niemann zu entkräften, der nach eigenen Angaben »Beteiligter« am »informellen Geflecht« war, aus dem die Informationen stammten, auf denen das Manifest basierte. Doch blieben seine Ausführungen wenig erhellend.37 Er glaubte zu wissen, dass die Stasi sich in einer Dissertation mit dem Wirken der Gruppe befasst und bestätigt gefunden habe, dass es sich beim Manifest um ein »authentisches DDR-Produkt« gehandelt habe, das von westlicher Seite lediglich »mitinitiiert« worden sei. In der Redaktion des Spiegel, so habe er gehört, kursiere eine Kopie der Arbeit.38 Die Recherche in den Verzeichnissen der Hochschulschriften des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ergab jedoch, dass keine solche Untersuchung angefertigt worden war. Ulrich Schwarz teilte dem Verfasser auf Anfrage mit, er könne sich nicht daran erinnern, sie in der Redaktion gesehen zu haben. Einen weiteren Dämpfer erhielten Aufklärungshoffnungen, als Hermann von Berg 1994 mitteilte, seine schriftlichen Unterlagen umgehend verbrannt zu haben, nachdem er den Text weitergeleitet hatte.39 Das war plausibel, für jeden Rechercheur aber demotivierend: Mal wieder war das nasse Stück Seife weggeflutscht. Mit Bedauern wird dies damals vor allem der West-Berliner Historiker Dominik Geppert zur Kenntnis genommen haben, der etwa zeitgleich den Versuch startete, mehr Licht in diese Grauzone deutscher Nachkriegsgeschichte zu bringen, und die Entstehung des Manifests, die Ziele seiner Verfasser und die Reaktionen in Ost und West zum Forschungsthema machte.40 Gepperts Befunde sind widersprüchlich. Sein zentrales Untersuchungsergebnis fasst er einleitend in dem Satz zusammen: »Das ›Manifest‹ ist das authentische Dokument einer SED-internen Opposition gegen die Politik Erich Honeckers.«

 

41 Es ist »das letzte wichtige Zeugnis innerparteilicher Opposition in der DDR« gewesen vor Beginn der Friedens- und Umweltschutzbewegung.42 Andererseits kommt er zu der Erkenntnis: »Ein BDKD hatte nie existiert.«43 Lediglich ein »Grüppchen kritischer Geister« habe es gegeben. Doch, dass die den »Schritt an die Öffentlichkeit beschlossen haben«, sei »unwahrscheinlich«.44 Nach diesem Zwischenbefund hätte es nahegelegen, mit neuen Fragen zu klären zu versuchen, wer das Manifest verfasst und die Veröffentlichung initiiert hatte. Leider unterblieb dies. In den SED-Archivalien hatte Geppert offenbar kaum Neues gefunden und stellte nach Durchsicht auch der einschlägigen Akten des MfS bedauernd fest, dass das vergebliche Bemühen der Stasi, den Fall aufzuklären, zwar ein »Glück« für die Autoren des Manifests, für die zeitgeschichtliche Forschung aber ein »Unglück« gewesen sei.45 Zwanzig Jahre später hat sich die Quellenlage in einem wichtigen Punkt gebessert. Gepperts Hoffnung auf Neuigkeiten aus den Stasi-Akten war nicht unberechtigt. Bei der Auswertung einer ungeordneten Sammlung vom MfS konfiszierter Schreiben stieß der Autor dieses Beitrages auf ein Papier, bei dem es sich inhaltlich offensichtlich um eine Vorfassung des später im Spiegel veröffentlichten Manifests handelt.46 Hermann von Berg, damals Professor an der Humboldt-Universität, war nach eigener Aussage kein Mitglied des BDKD, aber politischer Mitstreiter der Oppositionellen. Er stand in engem Kontakt zu dieser Gruppe und war beauftragt, deren Öffentlichkeitsarbeit wahrzunehmen. Er hatte nach seiner 1988 veröffentlichten Darstellung im November 1977 den Entwurf einer »Erklärung des Bundes demokratischer Kommunisten Deutschlands« von den Autoren in der DDR zur Stellungnahme erhalten.47 Inhaltlich könnte das der von der Stasi archivierte Text gewesen sein. Man findet ihn in vollem Umfang im Wortlaut des Aufrufs wieder, wie ihn von Berg Ende Dezember 1977, so der bisherige Informationsstand, in seinem Wohnzimmer dem Spiegel-Korrespondenten Ulrich Schwarz in die Feder diktiert hatte. Die dann veröffentlichte Endfassung ist lediglich um einzelne eingeschobene Absätze erweitert. Wie von Berg später betonte, hatte er den verlesenen Text allein formuliert. Es habe sich um eine »Zusammenfassung« von »vorher zur Diskussion verbreitet gewesenen Papieren« der oppositionellen Gruppe gehandelt.48 Gleich darauf habe der Spiegel ihn dann veröffentlicht.49 Eine Stasi-Unterlage wirft neue Fragen auf Bisher galt das Original des Manifests als verschollen. Auch Hermann von Berg verfügt über kein Exemplar mehr.50 Die äußerliche Beschaffenheit des unter den MfS-Archivalien überlieferten Papiers spricht für seine Authentizität. Wie die Autoren im Manifest einleitend mitteilten, hatten sie den Text hektografisch vervielfältigt.

 

51 Wo der Apparat gestanden hat und wie viele Exemplare sie anfertigten, daran konnte sich Hermann von Berg auf Rückfrage des Verfassers nicht mehr erinnern. Bei der im Stasi-Archiv aufbewahrten Unterlage handelt es sich in der Tat um die Fotokopie eines Papiers, das als Abzug vorgelegen hatte.52 Wie im Spiegel wiedergegeben, endet das Dokument mit der Autorenangabe: »Berlin, Oktober 1977, BDKD Zentrale Koordinierungsgruppe«. Lediglich die Kommata sind zum Teil anders gesetzt. Gegen die Identität der Archivalie scheint dagegen auf den ersten Blick ihr Umfang zu sprechen: Nach den Angaben des Spiegel umfasste die Urfassung des Manifests »30 Schreibmaschinenseiten«53– die hier überlieferte aber nur 14. Jedoch lässt sich dieser Widerspruch leicht auflösen: Einzeilig geschrieben, hatte der Text auch auf knapp 14, in der Endfassung, wie noch zu erläutern, auf circa 15 Seiten Platz. Da Matrizen in der DDR ein rares Gut waren, wäre es nur logisch, wenn die Autoren versuchten, ihren Aufruf auf möglichst wenigen Seiten unterzubringen. Unerklärlich erscheint folglich, warum sie den Text auf 30 Manuskriptseiten ausgedehnt haben sollen. Gab es also noch ein ganz anderes, inhaltlich identisches, ebenfalls hektografiert vorliegendes Manuskript, das aufgrund eines anderen Layouts 30 Seiten umfasste? Das ist schwer vorstellbar. Möglicherweise hat Schwarz vom Umfang seiner Mitschrift auf den der Vorlage geschlossen. Wie er dem Verfasser mitteilte, hat er das verlesene Papier nicht persönlich in Augenschein nehmen können. Seine im Hause von Bergs angefertigten Aufzeichnungen, da war sich Schwarz sicher, habe er zum Schluss in die Dokumentationsstelle des Blattes gegeben. Eine Anfrage des Verfassers ergab dann leider, dass dort keine Unterlagen zur Entstehungsgeschichte des Spiegel-Manifests existieren. 54 Das ist schwer zu verstehen und sehr zu bedauern, denn Ulrich Schwarz’ handgeschriebene Seiten wären es wert gewesen, im Haus der Geschichte der Bundesrepublik in Bonn ausgestellt zu werden. Das nasse Stück Seife … Augenfällig sind äußerliche Differenzen zwischen dem Stasi-Dokument und der publizierten Fassung. Der Spiegel hat den Text stärker gegliedert, Trennungen eingefügt, Schreibfehler vermieden, eine andere Interpunktion gewählt, eigene Abkürzungen eingefügt, andere aufgelöst: normale Abweichungen, wenn ein diktierter Wortlaut wieder verschriftlicht und in eine druckreife Fassung gebracht wird. Aus der Kapitelüberschrift »IV. Die innere Lage in der DDR« wird im Spiegel »IV. Zur inneren Situation der DDR«.55 Möglicherweise hat der Vorleser von Berg die Formulierung spontan oder unbewusst variiert. Im zweiten Teil des Manifests sind in der im Spiegel veröffentlichten Fassung verschiedentlich Sätze absatzweise eingefügt, die in dem vom MfS archivierten Papier noch nicht enthalten waren. Auffällig ist, dass diese Absätze aus den beiden letzten Kapiteln des Manifests stammen, jener Teil, über den von Berg, nach seinen Aussagen gegenüber Geppert, noch mit seinen Mitstreitern hatte diskutieren wollen, bevor er ihn Schwarz diktierte.56 Heinz Niemann, ein Vertrauter der Familie von Berg und der Einzige, der sich später als Mitdiskutant im BDKD zu erkennen gab, berichtete schon 1991, Hermann von Berg habe die Endfassung hergestellt und sie »in frustrierter Stimmung mit entsprechenden Ausführungen garniert«, die auf den »einfachen Bürger« zielten.57 Inhaltlich entsprachen die Einfügungen dieser Charakterisierung. Entschieden verwahrte sich von Berg gegen die Vermutung des Verfassers dieses Beitrages, er habe, vielleicht extemporierend, Schwarz den einen oder anderen Satz, abweichend von seiner Vorlage, in den Block diktiert. Auch die polemische Bezeichnung »Lüla« (Lügen-Lamberz) für den SED-Agitationsverantwortlichen habe so schon in der Vorlage gestanden.58 In dem von der Stasi archivierten Exemplar ist dagegen durchgängig der korrekte Name verwendet worden. Als der Verfasser bei seinem Besuch Hermann von Berg eine Kopie des MfS-Dokuments vorlegte, kam dieser schon nach oberflächlicher Sichtung zu dem Urteil, es könne sich bei dieser Fassung nicht um den Originalwortlaut des Manifests handeln, wie er ihn Ende 1977 Schwarz diktiert habe. Allein die Überschrift »Manifest« in der Stasi-Unterlage mache ihm das klar. Die Gruppe habe viel vorsichtiger argumentiert und sinngemäß vom Beginn einer Verständigung über bestimmte Forderungen und Festlegungen gesprochen. Diese Formulierung ist allerdings sowohl in den einleitenden Sätzen der MfS-Archivalie als auch in der im Spiegel publizierten Fassung enthalten. Verwechselt von Berg hier vielleicht Überschrift und vorangestellte Charakterisierung? Ulrich Schwarz bestätigte, eine Überschrift »Manifest« sei ihm nicht diktiert worden, die habe der Spiegel später selbst zur Charakterisierung des Textes gewählt.59 Auch das äußere Erscheinungsbild des Dokuments ließ von Berg stutzen: Er hatte den Text offenbar als voluminöser und heterogener in Erinnerung. Das könnte zusätzlich dafür sprechen, dass er die ergänzenden Absätze zum Schluss schriftlich vorformuliert und in die Vorlage eingefügt hatte. Aufgrund ihres Umfanges und ihrer Bedeutung wäre das ein plausibles Verfahren gewesen. Endgültig sicher war sich von Berg, als ihn der Verfasser auf die Schreibweise einzelner Wörter aufmerksam machte: Die SED-Wirtschaftsprogrammatik der 1960er Jahre, das »Neue Ökonomische System der Planung und Leitung« (NÖSPL) wird in der Stasi-Unterlage kontinuierlich mit NÖSPEL abgekürzt.60 Da lachte der frühere Ökonomieprofessor laut auf: Nein, der Text könne nicht von ihm stammen. Zwar war es Alltagspraxis in der DDR, die Abkürzung NÖSPL wie ein Wort auszusprechen, phonetisch war dann vor dem L auch ein E herauszuhören, in der schriftlichen Abkürzung selbst aber wäre es völlig deplatziert gewesen. Nur DDR-Unkundigen konnte eigentlich ein solcher Fehler unterlaufen – nicht gestandenen SED-Funktionären und -Ökonomen wie Hermann von Berg und seinen Mitstreitern im »Bund«. Auch der Spiegel hatte bei der Wiedergabe offenbar kein Problem. Er brachte die korrekte Abkürzung. Als ähnlich befremdlich empfand von Berg die Schreibweise von »Trabby-Fahrer«.

 

61 Der Volkswagen der DDR, der Trabant, wurde umgangssprachlich als »Trabi« verniedlicht. Die anglizistisch gefärbte Schreibweise mit y aber war DDR-untypisch. In der Wiedergabe des Spiegels war vom »Trabbifahrer« die Rede.62 Dem im Archiv des MfS überlieferten Entwurf des Manifests ist leider nicht zu entnehmen, woher er stammte und wie er in den Besitz des Dienstes gelangte. Auch wie die Auswerter damit weiter verfuhren, ist nur andeutungsweise zu erkennen. Hatte die Stasi einen heimlichen Zuträger in den Reihen des BDKD? Verwunderlich wäre es nicht. Doch dann hätte es entsprechende Hinweise in der Akte geben müssen. Lediglich Hermann von Berg soll langjährige Kontakte zu der für Desinformation zuständigen Abteilung X der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS unterhalten haben.63 Da kaum Namen von Mitstreitern bekannt sind, und diese sich, nach Darstellung von Hermann von Berg, abgesprochen hatten, auch zukünftig keine zu nennen,64 ist eine Recherche in den MfS-Unterlagen nicht möglich. Dieses Manko ist umso bedauerlicher, als die Existenz von Inoffiziellen Mitarbeitern der Stasi auch Hinweise hätte geben können, wer womöglich zugleich für einen westlichen Dienst arbeitete, denn vom BND ist bekannt, dass neun von zehn seiner »DDR-Quellen« Doppelagenten waren.65 Handschriftliche Anstreichungen am Rand der vorletzten Seite der MfS-Unterlage mit dem Vermerk »Spiegel« deuten darauf hin, dass die Offiziere im zahlenmäßig nur schwach besetzten Referat »Staatsfeindliche Hetze/Schriftenfahndung« in der Hauptabteilung XX bei einem Textvergleich festgestellt hatten, dass im letzten Teil nicht alles, was der Spiegel bereits veröffentlicht hatte, in diesem Papier nachzulesen war. Es konnte sich folglich nicht um eine bloße Abschrift aus dem Hamburger Nachrichtenmagazin handeln, von dem auch immer einige Exemplare offiziell, andere illegal, in die DDR gelangten und weitergegeben wurden.66 Das scheint die Auswerter eher beruhigt zu haben. Auf der Rückseite des letzten Blattes notierten sie Namen und dienstliche Telefonnummer des Leiters der Abteilung XXII (»Terrorabwehr«) sowie von einem seiner Mitarbeiter, möglicherweise die aus ihrer Sicht für die weitere Bearbeitung Zuständigen. Bei genauerer Analyse hätten sie durchaus auf Sachverhalte stoßen können, die sich im Sinne der DDR-offiziellen Bewertung so hätten deuten lassen, es habe sich bei der Veröffentlichung um eine vom Westen gesteuerte Aktion gehandelt.

 

Bevor am 30. Dezember 1977 auch die DDR-Bevölkerung aus einer Vorabmeldung von ARD und ZDF vom Manifest erfuhr,67 warnte die Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG) des Staatssicherheitsdienstes Minister Mielke, es lägen Erkenntnisse vor, wonach »entspannungsfeindliche Kräfte« in der Bundesrepublik aktuell »umfangreiche Anstrengungen« unternähmen, um mithilfe des Bundesnachrichtendienstes die »angebliche Existenz von ›oppositionellen‹ Kräften in den Reihen der SED nachzuweisen«.68 Genannt wurden die Fragestellungen des Arbeitsauftrages und die Deckadresse der zuständigen BND-Verbindungsstelle in Berlin-Tegel, die mit der West-Berliner Dependance des »Gesamtdeutschen Instituts« kooperiere.69 Spiegel-Korrespondent Ulrich Schwarz wirke dabei als »Überbringer von Aufträgen, Instruktionen und Materialien« und wende »geheimdienstliche Mittel und Methoden« an. Am 31. Dezember 1977, als das Heft bereits zu kaufen war, informierte Mielke Honecker und Lamberz mit einer Kurzfassung des Berichts.70 Sie veranlassten offenbar, dass die Information des Sicherheitsdienstes (ohne Hinweis auf die Quelle) sogleich als ADN-Meldung in der Presse erschien und so der Bevölkerung bekannt wurde.

 

71 Über den Inhalt des Manifests schwiegen sich die DDR-Medien aber aus. Erst zwei Wochen später gab das MfS eine inhaltlich ähnlich lautende Information an die befreundeten Dienste. Als Urheber des »antisozialistischen Pamphlets« wurde dort der Spiegel-Verlagsdirektor Hans Detlev Becker genannt, der aus dem »NS-Spionagedienst« stamme, jetzt Agent des BND sei und in dessen Auftrag die Redakteure Mettke und Schwarz »gesteuert« habe. Erweitert hatte das MfS seine Liste der inhaltlich mitverantwortlichen West-Berliner »Organe für Wühl- und Zersetzungsaktionen«: Zusätzlich erwähnt wurden jetzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, die Forschungsstelle für gesamtdeutsche wirtschaftliche und soziale Fragen sowie die für Gesamtdeutsche Arbeit in Berlin zuständige Abteilung III des Bundesministeriums für innerdeutsche Beziehungen. Diese Institutionen, wie die Korrespondenten, stünden unter »strengster politisch-operativer Kontrolle« des Staatssicherheitsdienstes. Die Leser werden sich vermutlich gefragt haben, wie dann das Manifest in den Westen gelangen konnte, und dürften verwundert gewesen sein, dass die DDR-Kollegen nun baten, »weitere Erkenntnisse« an sie zu übermitteln.72 Obwohl der Staatssicherheitsdienst in seinem Bericht verblüffend konkrete Informationen weitergab und selbst Straßen und Hausnummern der angeblich beteiligten westlichen Institutionen nannte, erscheint es zweifelhaft, dass Mielkes Offiziere tatsächlich schon wussten, wie das Manifest zustande gekommen war, denn sie warteten nicht mit Beweisen und Hintergrundinformationen auf, sondern nur mit allgemeinen Feststellungen. Auch diese leiteten sie nicht im Voraus an die politische Führung weiter, sondern erst nachdem die Westmedien berichtet hatten. Welche Fragestellungen der BND seinen Agenten in der DDR mit auf den Weg gab, das konnte man ahnen. Dass Bundeseinrichtungen wie das Gesamtdeutsche Institut in West-Berlin mit dem BND zusammenarbeiteten, war gut vorstellbar, so allgemein behauptet aber nur eine bloße Unterstellung, die nicht an Überzeugungskraft gewann, wenn der Name des thematisch zuständigen Referates aus dem Geschäftsverteilungsplan angegeben werden konnte. Erst zu Beginn des neuen Jahres schien der DDR-Geheimdienst auf der Höhe der Entwicklungen angekommen zu sein. Mielke konnte Honecker, Agitationschef Lamberz und die sowjetischen Verbündeten vorab darüber informieren, dass nach »internen Hinweisen«, die offenbar aus der Redaktion des Spiegel stammten, im nächsten Heft der zweite Teil des Manifests erscheinen werde, mit »Angaben aus dem persönlichen Leben und Umgang von Persönlichkeiten der Partei- und Staatsführung«.73 Es gehe unter anderem um »Protektion« und »Begünstigung« sowie geforderte »Kaderveränderungen«. Den »Hinweisen der Quellen« zufolge sei die Veröffentlichung »bis in Kreise verantwortlicher Mitarbeiter des Spiegel hinein sehr umstritten«. Es bestünden »erhebliche gegensätzliche Auffassungen«. Mitarbeiter befürchteten, dass »die Sache in das Gegenteil umschlagen« und für »die journalistische Arbeit mehr Schaden als Nutzen« entstehen könne, denn die Formulierungen ließen erkennen, dass der Verfasser »kein Funktionär der DDR« sei. Es sei »leicht zu erkennen«, dass es sich um »unglaubwürdige und unhaltbare Darlegungen« handele. Sie gäben die Auffassungen von »Rechtsstehenden« wieder. Das »Machwerk« stamme von »alten engagierten Antikommunisten« oder sei unter deren »Mitwirkung« entstanden. Kein SED-Funktionär würde »ein derart wirres Pamphlet anerkennen und unterschreiben«. Es ziele eigentlich auf die Bundesrepublik, dort solle »Druck auf die innenpolitische Situation« erzeugt werden. Auf den SED-Generalsekretär dürften die Informationen seines Sicherheitsministers beschwichtigend gewirkt haben: Eigentlich ging es nicht um alarmierende Entwicklungen in der SED, sondern um ein westliches »Störmanöver«. So hatten führende Sozialdemokraten das Manifest eingestuft, allerdings in ganz anderer politischer Konnotation: als Versuch, die Entspannungspolitik der sozialliberalen Koalition zu hintertreiben. Der Begriff hatte Honecker offenbar gefallen. Er folgte dem telefonischen Ratschlag von Bundeskanzler Schmidt: »Je gelassener die DDR reagiere, umso wirksamer werde dies sein.«74 Honeckers mysteriöse Post aus Beckum, ein zweiter »komischer Findling«75 Kurz nach dem Telefonat von Honecker und Schmidt traf in Ost-Berlin ein an »Herrn DDR-Chef Honecker« adressierter, mysteriöser Brief aus der Bundesrepublik ein, der sich in seinem Grundanliegen wie die schriftliche Affirmation des von Kanzler Schmidt telefonisch Geratenen las.76 Er war laut Poststempel am 13. Januar im westfälischen Beckum aufgegeben worden und trug keinen Absender. Schon allein das garantierte, dass er von den Postkontrolleuren des DDR-Staatssicherheitsdienstes geöffnet und gelesen wurde. Mit ins Kindliche verstellter Handschrift, aber in der Diktion eines Erwachsenen, meldete sich ein Paul-Dimitrij Ohlrich, offenbar ein Pseudonym, zu Wort und tat so, als kenne er den Verfasser des Manifests und dessen Intention. Dessen Absicht sei nicht gewesen, Honecker »seelische Verletzungen« zuzufügen, es gehe um die Verbesserung des Systems. Der Verfasser habe nicht als »Racheengel«, sondern aus »Liebe« gehandelt. Brüder im politischen Geiste also? Nicht nur der Poststempel verwies darauf, dass es sich hier um eine Wortmeldung aus der »westlichen Hemisphäre« handelte. Der Verfasser dieses Beitrages stieß auf den Brief, als er nach seinem ersten Zufallsfund zum Spiegel-Manifest nach weiteren Nadeln im Heuhaufen der von der Stasi konfiszierten Papiere suchte. Die Offiziere der Staatssicherheit scheinen die Zuschrift aus dem Westen zwar einbehalten, aber nicht weiter beachtet zu haben. Honecker wird den Brief nicht zu Gesicht bekommen haben. Hermann von Berg versicherte, von einem Paul-Dimitrij Ohlrich nie etwas gehört zu haben, schon gar nicht im Zusammenhang mit der Entstehung des Manifests.77 Handelte es sich hier um den Versuch eines westlichen Geheimdienstes, mit den »Kollegen« von der anderen Seite zu kommunizieren? Hatten jene vielleicht recht, die vermuteten, ein westlicher Dienst habe das Manifest initiiert oder gar verfasst, vielleicht ohne Wissen der Bundesregierung, und müsse jetzt zurückrudern, nachdem die sich für eine Politik des Abwiegelns und der Schadensbegrenzung gegenüber der DDR entschieden hatte? Dem Verfasser war es allemal eine Anfrage wert. Er legte dem Bundesnachrichtendienst eine Kopie des Briefes aus Beckum vor und bat um Auskunft, ob es in dessen Unterlagen Hinweise auf die Entstehungsgeschichte und politische Zielsetzung des Schreibens gebe. Der BND teilte mit, dass die Recherche zu dem mit »Paul-Dimitrij Ohlrich« unterzeichneten Schreiben »negativ« verlaufen sei, das ergebe sich »aus dem derzeitigen Erschließungsgrad der Altunterlagen« des Dienstes.78 Der Brief aus Beckum ist folglich zunächst wenig erhellend, er regt zu weiteren Spekulationen an. Selbst Wolfgang Harich, der Einzige, der sich bei der Suche nach dem Verfasser des Manifests namentlich festgelegt hatte, wäre wohl bei seiner Überzeugung geblieben, bei dem »Kind«, das so scharf kritisierte, was es eigentlich »liebte«, handele es sich um Wolf Biermann. Zugleich hatte der Verfasser den Bundesnachrichtendienst gebeten, ihm in die Unterlagen Einsicht zu gewähren, die generell dokumentierten, was er über die Entstehungsgeschichte des Spiegel-Manifests wusste. Vorgelegt wurden schließlich Materialien zu zwei Signaturen: Unterlagen aus dem offenen Teil (OT) der auf das Manifest bezogenen Signatur 2226 und ein unter der Signatur 180-113 archivierter Tonbandmitschnitt einer Sendung des DDR-Hörfunks zum Manifest. Bei den aus der Signatur 2226 zugänglich gemachten Archivalien handelt es sich um eine Sammlung gedruckter Quellen, die zu den Arbeitsmaterialien des BND gehörten. Anstreichungen und Randnotizen lassen erkennen, was dem Dienst der besonderen Beachtung wert schien. Vermerkt ist etwa, wenn ein Zeitungsredakteur seinen geplanten Artikel zur inneren Lage in der DDR den BND-Spezialisten vorab zum »Gegen-Check« am Telefon vorgelesen hatte.79 Die Propaganda-Verantwortlichen in der DDR hätten das sicher als Beleg für eine zentrale Steuerungsfunktion des westlichen Dienstes gewertet. Doch ginge das schon allein aufgrund der Unabhängigkeit und Vielfalt der Medien in der Bundesrepublik an der Realität vorbei. Was der BND tatsächlich über die Entstehungsgeschichte wusste, was er dem Kanzleramt gemeldet hat, welche Rolle er in der Debatte um das Manifest spielte, wird man vermutlich erst erfahren, wenn im Jahr 2023, so der Vermerk in der Akte, auch die anderen Teile der Signatur deklassifiziert und für die Forschung zugänglich sind. Doch selbst dann werden sich die Verantwortlichen sicher mit personenbezogenen Informationen zurückhalten. So bleibt es bei dem bisherigen marginalen Kenntnisstand zur Rolle des BND. Festzuhalten ist die wiederholte Versicherung der Bundesregierung, staatliche Stellen hätten mit dem Manifest nichts zu tun und sie selbst habe, folgt man ihrem internen Eingeständnis, nichts von der Existenz dieser Gruppe DDR-Oppositioneller gewusst.80 Gewichtiger erscheinen politische Argumente, die gegen eine Eigeninitiative des Dienstes sprechen. Die Bundesregierung hatte rasch deutlich gemacht, dass sie nicht daran interessiert war, die Position Honeckers zu untergraben. Die Veröffentlichung des Manifests empfand sie deswegen als Aktion, die ihren deutschland- und entspannungspolitischen Zielen zuwiderlief. Ausgeschlossen werden kann, dass der BND dann heimlich eine entgegengesetzte »Neben-Deutschlandpolitik« betrieben und das oppositionelle Klima in der DDR anzuheizen versucht hat. Durchaus möglich erscheint jedoch, dass er über die Hintergründe der Aktion im Bilde war und wusste, wer das Manifest verfasst hatte. Fazit Bei der in den MfS-Archivalien aufgefundenen Ausarbeitung handelt es sich offenbar um eine Vorfassung des »Spiegel-Manifests«. Sie lässt Rückschlüsse auf dessen inhaltliche Entstehungsgeschichte zu und erkennen, welche Textpassagen zum Schluss, vor der Weiterleitung an das Magazin, eingefügt wurden – vermutlich vom Endredakteur Hermann von Berg, obwohl der sich nicht mehr daran erinnern kann. Wesentliche alte Fragen sind weiterhin unbeantwortet: Wer waren die Mitstreiter und Verfasser im BDKD, aus deren Federn der Text oder einzelne seiner Teile stammten? Ist es als Wortmeldung allein von Oppositionellen in der SED zu werten oder gab es westliche (Mit-)Initiatoren und Verfasser? Unwiderlegt bleibt sowohl Christoph Kleßmanns oben zitierte These, beim Manifest handele es sich um eine »Fälschung, von welcher Seite auch immer«,

 

81 als auch Dominik Gepperts abschließende Einschätzung, der »Bund Demokratischer Kommunisten Deutschlands« habe »nie existiert«.82 Neue Fragen drängen sich auf: Wie kam die fehlerhafte Abkürzung »NÖSPEL« in die Ausgangsfassung, wie die DDR-untypische für den Trabant? Kann es sein, dass SED-Funktionäre das selbst formuliert oder überlesen hatten? Wer schrieb den mysteriösen Brief aus Beckum? Das vom MfS archivierte Papier geht inhaltlich vollständig in die Fassung ein, die Hermann von Berg nach eigener Aussage selbst schlussredigiert und Schwarz diktiert hat. Das veröffentlichte »Manifest« ist, so gesehen, sein Text. Wie ist es zu erklären, dass er aufgrund einzelner Schreibweisen spontan befindet, das Stasi-Dokument könne unmöglich von ihm stammen. Hatte er eine – ebenfalls hektografierte – 30 Schreibmaschinenseiten umfassende Ausgangsfassung in Händen ohne die Überschrift »Manifest«, eine Fassung, in der der Name des ZK-Sekretärs Lamberz bereits als »Lüla« verballhornt wurde? Wie verlässlich ist in diesen Punkten sein mitunter lückenhaftes Erinnerungsvermögen? Das Dokument aus dem Stasi-Fundus wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Bestätigt fühlen werden sich all jene, die von Anfang an überzeugt waren, das Manifest sei ein Papier westlicher Provenienz. Wer diese These jetzt umso entschiedener vertritt, ist aufgefordert, der frühen Vermutung nachzugehen, der Spiegel könnte womöglich nicht nur Verteiler, sondern Mitverfasser des Textes gewesen sein. Wer es als originäres Ost-Produkt gewertet sehen möchte, müsste mit Belegen dafür aufwarten, dass es den Bund Demokratischer Kommunisten in der DDR als Verfasser tatsächlich gegeben hat und die Annahme unzutreffend ist, es handele sich um eine bloße Fälschung. Unerfüllt bleibt die Hoffnung manch früherer SED-Mitglieder, wie Heinz Niemann, der Aufruf des BDKD könnte als Beleg dafür dienen, dass es mutige Oppositionelle nicht nur in den Reihen der DDR-Bürgerbewegung, sondern auch in denen der Staatspartei gegeben habe, um so dem »penetranten Alleinvertretungsanspruch ehemaliger Bürgerbewegter« entgegentreten zu können.83 Ohne Substanz ist sein Einwand dennoch nicht. Zahlreich sind die Schreiben, in denen SED-Mitglieder versuchten, ihren Generalsekretär auf die tatsächliche Lage im Land aufmerksam zu machen, mitunter heftige Kritik an seiner Politik übten und Reformen anmahnten – im Gegensatz zu den Autoren des Manifests zuweilen mit Namen und Adresse und inhaltlich sachlicher als das Papier des BDKD, das durch von Berg zu Recht zum bloßen »Pamphlet« abgewertet wurde.84 Die im Folgenden aufgeführten Passagen entstammen dem im Spiegel im zweiten Teil des Manifests abgedruckten Beitrag. Sie waren in dem vom MfS archivierten Papier noch nicht enthalten.85 Der Spiegel vom 9. Januar 1978, S. 26: »Warum ist der Datschismus zur Hauptform des Lebens geworden? Wir könnten weitere Fragen aus einzelnen Lebensbereichen stellen, deren Beurteilung für das Politbüro genauso niederschmetternd wäre, selbst, wenn es die Statistiken noch mehr fälschen ließe. Der letztliche Grund für diese deprimierenden, dem sozialistischen ›neuen Menschen‹ hohnsprechenden Tatsachen ist im politischen Überbau ohne demokratische Spielregeln, in der skandalösen Differenz zwischen der ethischen Theorie einerseits und der ahumanen Praxis andererseits, im Widerspruch zwischen PK [Produktivkräften] und PV [Produktionsverhältnissen] zu suchen. Die DDR ist der Abklatsch einer 16. Unionsrepublik [der Sowjetunion], wobei deren negative Seiten mit deutscher Gründlichkeit vergröbert sind.« S. 27: »Dafür, dass trotz alle Jahre wieder erfolgender Ministerratsbeschlüsse zur Reduzierung des Apparates auch die staatliche Verwaltung immer weiter wächst, wächst, wächst? Und das alles, obwohl ein Dutzend Computer in der Lage wäre, 100 000 Verwalter für die bitter benötigten Dienstleistungen freizusetzen?« »Wozu braucht die DDR ein Heer von Journalisten, die alle genau das wiedergeben, was Lülas [Werner Lamberz] Agitkommission per Fernschreiber dekretiert? Und ein Heer von ML-Leuten, vom Kindergarten bis zur Hochschule, die alle das gleiche lebensfremde Dogma sülzen?« »Drei weltfremde Leute, seit Jahrzehnten im Getto lebend, sorgfältig von jeder Regung des Volkes abgeschirmt, fachlich ungebildet, dekretieren Offenställe, die Sowjet-Wissenschaft ist schließlich führend. Der LPG-Bauer zahlt. Durch Überalterung auch in der politischen Urteilsfähigkeit gehemmt, kanalisieren sie den Fachverstand von Tausenden. Kein Wunder, dass Wirtschaft, Gesellschaft und Staat qualitativ absacken.« S. 28: »Schaut sie euch genau an: So etwas schafft ein politisch-ideologisches Klima, das dazu führt, dass der DDR-Bürger in einer halbschizophrenen Situation lebt: Öffentlich und verbal ist er für diesen seltsamen Sozialismus, privat und im Herzen träumt er, meist viel zu positiv, vom Westen und praktiziert täglich geistige und irgendwann reale Republikflucht. Diese Clique an der Spitze schadet der sozialistischen Idee in Deutschland und Europa mehr als alle sogenannte Feind-Propaganda. Sie verfahren nach dem Rezept aller Kurpfuscher, viel hilft viel, und erreichen durch die Überdosis den politischen Tod ihrer Klienten. Solche Zustände erklären, weshalb die Partei 1953 in der DDR, 1956 in Polen und Ungarn, 1968 in der CSSR über Nacht handlungsunfähig geworden war. Die angeführte Schizophrenie lebt auch unter den Kommunisten, die gegen besseres Wissen parieren müssen. Der undemokratische Zentralismus vernichtet sonst ihre politische, materielle und ökonomische Existenz. Sie können sich nicht wehren. In der Partei, in der Gewerkschaft, in der Konflikt-Kommission, beim Arbeitsgericht, bei der ABI [Arbeiter-und Bauern-Inspektion], in den Parlamentsausschüssen, kurz, wo immer sie auch Klage führen wollen, ertönt immer nur die eine Stimme der Nummer eins der jeweiligen Leitungsebene, des dazugehörigen Fachsekretärs und seines diensthabenden Apparatschiks. Wir sind unter die reaktionäre Feudalordnung zurückgeworfen. Wir haben vor-zaristische Zustände. Dies tötet jede Initiative, jedes Verantwortungsgefühl, öffnet den Weg für Schludrigkeit, Unordnung, Vergeudung, Diebstahl und stranguliert den gesellschaftlichen Fortschritt. Dies bringt zuwege, dass sich die DDR politisch, ökonomisch und national im Kreise dreht: Im Osten nichts Neues.« S. 29: »Wir erklären: Kein DDR-Bürger ist zur Einhaltung bestimmter politischer Gesetze verpflichtet, wenn die Führung ihre Verpflichtungen nicht einhält. Protest ist die erste Bürgerpflicht. Wir sind für Marx, nicht für Murx. Die Sekretärs-Diktatur versteift sich auf ihre verfälschenden Begriffe rechts und links. Wir sind dafür, zwischen oben und unten zuerst zu unterscheiden, und kein Übel währt ewig. Man kann nicht 17 Millionen lebenslänglich einsperren.« »Unterstellen wir, die Politbürokraten hätten zumindest die ersten Kapitel von Marx’ Hauptwerk, dem ›Kapital‹ gelesen. Sie wissen also was das Wertgesetz ist. Folglich wäre es sinnvoll, den ökonomischen Mechanismus zu nutzen und mit realen Preisen real zu planen. Dies geht aber nicht, weil sie stolz darauf sind, völlig unreale Preise zu haben, sogenannte stabile, die in Wirklichkeit seit Jahren überall anziehen, von Grundnahrungsmitteln abgesehen, was für die Landwirtschaft sehr schädlich ist, weil auch sie subventioniert werden muss und der Arbeiter aus der Industrie den Zuschuss zu erwirtschaften hat.« S. 30: »Wir fordern den Abbau der riesigen, altmodischen und unmodernen Verwaltungsapparate von SVK [Sozialversicherungskasse], DER [Staatliches Reisebüro], DSF [Deutsch-sowjetische Freundschaft] usw. Ferner der riesigen Kaderabteilungen in allen Betrieben und Einrichtungen, die genau gesehen nur Filialen der Staatssicherheit sind. Überall lassen sich hier Mittel und Arbeitskräfte freisetzen. Hier muss die Sparsamkeit ansetzen. Genosse Bahro hat das alles detailliert beschrieben.« »Wir fordern nachdrücklich die Beseitigung des Verbots, über Fragen der Lebensqualität, besonders über die ökologischen Probleme öffentlich zu diskutieren. Die Gefahren für die Gesundheit unserer Bürger müssen beim Namen genannt und abgewandt werden. Die Datschisten an den Seeufern sollten enteignet werden. Wir brauchen ruhige Erholungsplätze für überarbeitete Werktätige. Genossen, propagiert unsere Kritik, popularisiert das Ideengut der Reformkommunisten Europas und Japans, fordert die Veröffentlichung der grundsätzlichen Dokumente der westeuropäischen und japanischen Bruderparteien, entlarvt mit allen Mitteln die widerlichen Praktiken der selbsternannten Parteibürokraten auf Lebenszeit! Zeigt den moralischen Verfall der SED, beweist, wie widerlich Karrieristen, Zyniker, angepasste Apparatschiks mit den primitivsten Regeln menschlichen Anstandes unablässig auf Kriegsfuß leben! Propagiert und organisiert!«

 

1 Begriffsbildend wirkte in der jüngeren deutschen Literatur vor allem der Mannheimer Politikwissenschaftler Max Kaase, siehe ders.: Sinn oder Unsinn des Konzepts »Politische Kultur« für die Vergleichende Politikforschung; ders.: Der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln, in: ders. (Hg.): Wahlen und politisches System: Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 1980, Opladen 1983.

 

2 Siehe seine Ausführungen im Interview mit Horch und Guck (März 2010), H. 69, S. 17 und in Ulrich Schwarz: Gift und Galle, in: einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1106/gift_und_ galle. html., ges. am 17. Dezember 2014. Der Übermittlungsweg an den Spiegel war lange Zeit geheim gehalten worden. In einem Interview im ZDF heute-journal am 2. Januar 1978 legte Ulrich Schwarz noch Wert auf die Feststellung, er sei nicht der Überbringer gewesen, es gebe noch viele andere Wege, siehe ZDF heute-journal, 21.00 Uhr, Nachrichtendienst des Bundespresseamtes, Bundesnachrichtendienst, Akte 2226-OT.

 

3 Siehe »Wir sind gegen die Einparteien-Diktatur. Das Manifest der ersten organisierten Opposition in der DDR«, in: Der Spiegel Nr. 1 vom 2. Januar 1978, S. 21–24, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693805.html, ges. am 22. Dezember 2014; sowie »Korruption, wohin man blickt. Das Manifest der ersten organisierten Opposition in der DDR – Zweiter Teil«, in: Der Spiegel Nr. 2 vom 9. Januar 1978, S. 26–30, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693713.html, ges. am 22. Dezember 2014.

 

4 Siehe die hektografiert vorliegenden Mitteilungen der Nachrichtenabteilung des Bundespresseamtes.

 

5 Siehe Die Welt vom 10. Februar und 20. Januar 1978.  / Siehe Deutscher Bundestag, 8. Wahlperiode, 65. Sitzung vom 19. Januar 1978, S. 4964–5041.

 

7 Siehe Die Welt vom 11. Januar 1978 zu Egon Bahr; den Vorwärts vom 5. Januar 1978 zu Peter Bender. Dem Zeit-Redakteur Theo Sommer war Ähnliches aufgefallen. Er gab aber zu bedenken, es könnte sich um die »Sprache einer jungen Generation« in der DDR handeln, siehe Die Zeit vom 13. Januar 1978, S. 1.

 

8 Die Zeit vom 27. Januar 1978, S. 29.   9 Siehe ebd., S. 30.

 

10 Süddeutsche Zeitung vom 14./15. Januar 1978, S. 6, auch zum Dementi Biermanns. Siehe zu den Reaktionen einzelner Politiker und Prominenter den Informationsdienst des Bundespresseamtes und die vom Spiegel erstellte, quellenkritisch zu nutzende Dokumentation: Günter Johannes/Ulrich Schwarz (Hg.): DDR – Das Manifest der Opposition. Eine Dokumentation. Fakten. Analysen. Berichte, mit einem Vorwort von Rudolf Augstein, München 1978.

 

11 Der Spiegel Nr. 2 vom 9. Januar 1978 (Anm. 3), S. 17.

 

12 Zwischen Bundeskanzleramt, Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (BMB) und Bundespresseamt abgestimmte Leitlinien vom 6. Januar 1978 für die mündliche Demarche des Leiters der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin, Günter Gaus, am selben Tag im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, Bundesarchiv Koblenz Akte B/137/9277, Akte noch ohne Paginierung. Siehe auch die gleichlautenden Ausführungen von Bundeskanzler Helmut Schmidt am 19. Januar 1978 im Bundestag, Deutscher Bundestag, 8. Wahlperiode (Anm. 6), S. 4964.

 

13 Siehe Bundesarchiv Koblenz, Akte B/137/9277. Der Verfasser dankt der Benutzer-Abteilung des Archivs, ihn auf diese Akte aufmerksam gemacht zu haben.    /14 Gutachten Aktenzeichen II 1 – 3580, Bonn, 2. Januar 1978, hier insbesondere S. 4 f., Bundesarchiv Koblenz, Akte B/137/9277, Akte ohne Paginierung.

 

15 Siehe 2. Entwurf des BMB: Bericht der Bundesregierung über die aktuellen Ereignisse im Verhältnis zur DDR, Aktenzeichen: II 1 – 3580, Bonn, 10. Januar 1978, ebd.

 

16 WDR, Sendung »Politik heute« vom 2. Januar 1978, 19.10 Uhr, Informationsdienst des Bundespresseamtes, zitiert nach Bundesnachrichtendienst, Pullach, Akte 2226-OT, Paginierung 423. (Beim BND werden z. T. mehrere Seiten unter einer Paginierung subsumiert.)

 

17 Siehe Wortlaut des Gutachtens, Aktenzeichen II 1 – 19206 vom 3. Januar 1978, Bundesarchiv Koblenz, Akte B/137/9277.    /18 Bericht der Bundesregierung (Anm. 15).

 

19 Siehe Gutachten vom 3. Januar, ebd., und den Anhang des zitierten Berichts der Bundesregierung in der Akte mit zusätzlichen »Bewertungen und Hintergrundüberlegungen«. Der Anhang war ausdrücklich nicht für den Bundestagsausschuss bestimmt.

 

20 Siehe Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. Januar 1978.

 

21 »Deutschlandpolitik: Jetzt mal nachdenken«, in: Der Spiegel Nr. 3 vom 16. Januar 1978, S. 19–21, hier S. 19, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693620.html, ges. am 22. Dezember 2014.

 

22 Sendung vom 12. Januar 1978, 20.30 Uhr MEZ, Nachrichtendienst des Bundespresseamtes, zitiert nach Bundesarchiv Koblenz, Akte B/137/9277. An dem Gespräch nahmen ferner Werner Kastor, BBC, und Leslie Collit, Financial Times, teil.

 

23 Johannes/Schwarz: DDR. Das Manifest der Opposition (Anm. 10), S. 7 f.    /24 ZDF heute-journal vom 2. Januar 1978, 21.00 Uhr, Nachrichtendienst des Bundespresseamtes, zitiert nach Bundesnachrichtendienst, Akte 2226-OT, Paginierung 420.    /25 Siehe Johannes/Schwarz: DDR. Das Manifest (Anm. 10), S. 88.

 

26 Interview mit Ulrich Schwarz im Deutschlandfunk, 7. Januar 1978, 12.05 Uhr, Nachrichtendienst des Bundespresseamtes, zitiert nach Bundesarchiv Koblenz, Akte B/137/9277.

 

27 Siehe »DDR-Widerstand: Sehnsucht nach Demokratie«, in: Der Spiegel Nr. 1 vom 2. Januar 1978, S. 19–21, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693804.html, ges. am 12. Januar 2015.

 

28 Siehe zum Wortlaut des Interviews am 2. Januar 1978, ARD-Tagesschau, 22.30 Uhr, den Informationsdienst des Bundespresseamtes, zitiert nach Bundesnachrichtendienst, Akte 2226-OT, Paginierung 419.

 

29 Die Zeit vom 27. Januar 1978, S. 29.    /30 Ebd./ 31 »Gleiches nicht mit Gleichem vergelten. Bundeskanzler Helmut Schmidt über Ostpolitik, Konjunktur, Renten und die Wahlaussichten 1978«, in: Der Spiegel Nr. 3 vom 16. Januar 1978, S. 29–34, hier S. 30, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693623.html, ges. am 22. Dezember 2014.

 

32 »Bei uns gilt die Diktatur des Proletariats«, in: Der Spiegel Nr. 11 vom 13. März 1978, S. 29–34, hier S. 29 bzw. 34, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-40617146.html, ges. am 12. Januar 2015.

 

33 Siehe Siegfried Suckut (Hg.): Die DDR im Blick der Stasi 1976. Die geheimen Berichte an die SED-Führung, Göttingen 2009, S. 27–30.

 

34 Siehe dazu Jens Gieseke: Stimmungen in der geschlossenen Gesellschaft - und dem Volk. MfS-Berichte an die DDR-Führung in den 1960er- und 1970er-Jahren, in: Zeithistorische Forschungen 5 (2008), H. 2, S. 236–257, hier S. 253. Die »Kaffeekrise« war entstanden, weil aufgrund von Devisenmangel die preiswerteste Sorte aus dem Handel genommen und ein qualitativ schlechter Mischkaffee eingeführt worden war.

 

35 So Reich im Mai 1996 in einer mündlichen Stellungnahme auf der Jahrestagung der Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Akten-Behörde zum Themenfeld Staatspartei und Staatssicherheit.

 

36 So Christoph Kleßmann im Januar 1991: Opposition und Dissidenz in der Geschichte der DDR, in: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament (1991), B5, S. 52–62, hier S. 60.

 

37 Siehe Heinz F. Niemann: Der sogenannte »Bund Demokratischer Kommunisten Deutschlands« in der Opposition und Dissidenz der DDR. Zu einem Artikel von Christoph Kleßmann in Aus Politik und Zeitgeschichte, in: DeutschlandArchiv 24 (1991), H. 5, S. 533–538, hier S. 534.

 

38 Ebd., S. 538.    /39 Siehe Hermann von Berg: Positionen der Linken zur nationalen Problematik in Deutschland, in: Konrad Löw (Hg.): Verratene Treue. Die SPD und die Opfer des Kommunismus, Köln 1994, S. 207–233, hier S. 209.

 

40 Dominik Geppert publizierte seine Ergebnisse später unter dem Titel Störmanöver: Das »Manifest der Opposition« und die Schließung des Ost-Berliner »Spiegel«-Büros im Januar 1978, Berlin 1996. Diese Arbeit prägte den bisherigen Forschungsstand. Geppert ist mittlerweile Professor für Geschichte an der Universität Bonn.

 

41 Ebd., S. 11.     /42 Ebd., S. 12.     /43 Ebd., S. 124.     /44 Ebd., S. 125.     /45 E bd., S. 119.     /46 Siehe Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (im Folgenden: BStU), Bestand Ministerium für Staatssicherheit (im Folgenden: MfS), Hauptabteilung (im Folgenden: HA) XX ,13080, Blatt 73-86.

 

47 Siehe Hermann von Berg: Vorbeugende Unterwerfung. Politik im realen Sozialismus, München 1988, S. 207.       /48 Von Berg: Positionen (Anm. 39), S. 209. Diese Aussage von Bergs ist missverständlich. Dass er aus mehreren Papieren einen Entwurf fertigte und diesen dann Schwarz diktierte, dafür fehlt bisher jeder weitere Hinweis. Mit der Zusammenfassung ist vermutlich der Entwurf gemeint, den von Berg im November 1977 von den Mitstreitern im Bund vorgelegt bekommen hatte. Er basierte wahrscheinlich auf Einzelpapieren. Darauf deutet auch die Feststellung von Heinz Niemann hin, der davon ausgeht, dass dem Manifest ursprünglich mehrere Papiere zugrunde gelegen hatten, siehe Niemann: Der sogenannte »Bund Demokratischer Kommunisten Deutschlands« (Anm. 37), S. 534.

 

49 Nach diesem mehrere Jahre zurückliegenden Aktenfund in den Stasi-Unterlagen regte der Verfasser des vorliegenden Beitrages beim Spiegel an, in einem Eigenprojekt des Magazins die Entstehungsgeschichte und historische Relevanz des Dokuments zu klären, und teilte die Signatur mit. Der Vorschlag blieb ohne Resonanz. Er beschloss nunmehr, selbst nach einer Antwort zu suchen und weiter zu recherchieren. Einbezogen wurden auch die wenigen mittlerweile für die Forschung zugänglichen Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes (BND) und die oben zitierte Akte des Bundesministeriums für innerdeutsche Beziehungen im Bundesarchiv Koblenz. Die Ergebnisse werden an dieser Stelle veröffentlicht und zur Diskussion gestellt.

 

50 So von Berg gegenüber dem Verfasser in einem Telefonat am 5. Februar 2013 und einem zweistündigen Gespräch in seiner Wohnung in Schöneiche am 19. Februar 2013. Mit Ulrich Schwarz sprach der Verfasser am Rande von Veranstaltungen und zu Einzelfragen telefonisch, zuletzt am 15. Juni 2014. Er dankt beiden für ihre Auskunftsbereitschaft, die geholfen hat, die Stasi-Unterlagen zu bewerten. 51 Siehe »Wir sind gegen die Einparteien-Diktatur«, in: Der Spiegel (Anm. 3), S. 21. 52 Das Dokument ist überliefert in der Akte BStU, MfS, HA XX 13080, Blatt 73-86. Die folgenden Angaben beziehen sich auf diese Unterlage. 53 Siehe »Wir sind gegen die Einparteien-Diktatur«, in: Der Spiegel (Anm. 3), S. 20. So auch Erich Böhme bereits am 2. Januar 1978 in der ARD, siehe Johannes/Schwarz (Hg.): DDR – Das Manifest (Anm. 10), S. 86. 54 Siehe schriftliche Anfrage des Verfassers vom 18. Juni 2014 und telefonische Antwort von Dr. Janssen, Leiter der Spiegel-Dokumentation, vom 3. Juli 2014. 55 Siehe BStU, MfS, HA XX 13080, Blatt 80 bzw. »Korruption, wohin man blickt«, in: Der Spiegel (Anm. 3), S. 26.

 

 

56 Siehe Geppert: Störmanöver (Anm. 40), S. 66. Siehe außerdem den Wortlaut der zusätzlichen Passagen am Ende dieses Beitrages. 57 Niemann: Der sogenannte »Bund Demokratischer Kommunisten Deutschlands« (Anm. 37), S. 536. 58 So von Berg auch bereits in: ders.: Vorbeugende Unterwerfung (Anm. 47), S. 208. 59 So auch der Spiegel-Chefredakteur Erich Böhme in einer ARD-Fernsehdiskussion am 11. Januar 1978, 23.00 Uhr und die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. Januar 1978 sowie Schwarz in seinem Interview mit der Zeitschrift Horch und Guck (Anm. 2), S. 17. 60 Siehe BStU, MfS, HA XX 13080, Blatt 81 und 83.

 

61 Siehe ebd., Blatt 81. 62 »Korruption, wohin man blickt«, in: Der Spiegel (Anm. 3), S. 28. 63 So die Angaben von Dominik Geppert: Auf dem Dritten Weg zu einem sozialistischen Gesamtdeutschland: Revisionistische Opposition und nationale Frage in der DDR, in: ders./Udo Wengst (Hg.): Neutralität. Chance oder Schimäre? Konzepte des Dritten Weges für Deutschland und die Welt 1945–1990, München 2005, S. 79–95, hier S. 91. 64 So von Bergs wiederholter Hinweis, etwa auf einer Veranstaltung in Potsdam Anfang 2008, siehe den Konferenzbericht im Neuen Deutschland vom 9. Februar 2008. 1995 hatte von Berg die Namen von sechs Mitstreitern im »Bund« öffentlich gemacht. Wie Geppert feststellen musste, konnten vier von ihnen allerdings nicht mehr befragt werden. Sie waren bereits verstorben. Ein Fünfter war trotz intensiver Recherche nicht auffindbar, siehe Geppert: Störmanöver (Anm. 40), S. 123. 65 So Ullrich Wössner, Direktor beim BND, in seinem Tagungsbeitrag für die Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Unterlagen-Behörde: Angriffe des MfS auf den Bundesnachrichtendienst, in: Georg Herbstritt/Helmut Müller-Enbergs (Hg.): Das Gesicht dem Westen zu … DDR-Spionage gegen die Bundesrepublik Deutschland, Bremen 2003, S. 393–404, hier S. 401.

 

66 In einem Leserbrief schrieb der DDR-Historiker Karl-Heinz Gräfe, der offizielle DDR-Verteiler sei im Falle der ersten beiden Hefte des Jahres 1978 nicht beliefert worden. Einen Beleg dafür führt er nicht an. Siehe Neues Deutschland vom 2. August 1994, S. 2. Nach einem zusammenfassenden Bericht von Dominik Geppert wurde den Abteilungsleitern im ZK der SED die Lektüre der Zeitschrift »verboten«. Die Mitglieder des Politbüros seien verpflichtet worden, die Hefte mit dem Manifest »gleich nach der Lektüre zurückzugeben«. Siehe ders.: Aufstand gegen Honecker. Das »Manifest« der SED-Opposition und der SPIEGEL, in: Der Spiegel Nr. 38 vom 16. September 1996, S. 70–92, online unter: www.spiegel.de/spiegel/print/d-9092721.html, ges. am 22. Dezember 2014. Belege werden dort nicht angeführt. 67 Siehe Erich Böhme (Hg.): Deutsch-deutsche Pressefreiheit – Vom Grundlagenvertrag bis zur Schließung des Spiegel-Büros, Hamburg 1978, S. 49. 68 Bericht K 3/24a (o. D. BStU-Datierung: 28. Dezember 1977), in: Henrik Bispinck (Bearbeiter): Die DDR im Blick der Stasi. Die geheimen Berichte an die SED-Führung 1977 (elektronische Datei ohne Paginierung), Göttingen 2012, auch für die folgenden Angaben. 69 Wie Bispinck ermittelte, waren die Angaben zur Adresse der BND-Verbindungsstelle zutreffend, siehe ebd., Fußnote 1. 70 Siehe Bericht K 3/24b vom 31.12.1977, ebd.

 

71 Siehe Neues Deutschland vom 2. Januar 1978, S. 2. Dieser Argumentation folgte Honecker auch in einem vertraulichen Fernschreiben an die Ersten SED-Bezirkssekretäre am 10. Januar 1978, siehe zum Wortlaut: Dokumente zur Deutschlandpolitik, Band VI/5, 1977/78, München 2011, S. 481–483. 72 Information des MfS vom 13. Januar 1978, BStU, MfS, ZAIG 2789, Blatt 1-5. 73 Information über politisch bedeutsame Aspekte zur »Spiegel«-Veröffentlichung und damit zusammenhängenden beachtenswerten Reaktionen vom 6. Januar 1978, BStU, MfS, ZAIG 2787, Blatt 1-3, auch für die folgenden Zitate. 74 Siehe die Aufzeichnung des Telefonats vom 18. Januar 1978 von westlicher Seite: Dokumente zur Deutschlandpolitik (Anm. 71), S. 493–496, hier S. 495. Wie man der östlichen Wiedergabe des Gesprächs entnehmen kann, brachte Honecker den Begriff in das Gespräch ein, siehe ebd., S. 496–498, hier S. 497. Siehe ferner ausführlich zu den Reaktionen der Regierung und der Parteien in Bonn: Geppert: Störmanöver (Anm. 40), S. 92–109. 75 So hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Wehner das Manifest in der Bundestagsdebatte am 19. Januar 1978 charakterisiert, siehe Deutscher Bundestag (Anm. 6), S. 4992.

 

76 Der Brief ist überliefert in der Akte BStU, MfS, HA XX 12746, Blatt 84, der Umschlag ebd., Blatt 85. 77 Telefonat des Verfassers mit Hermann von Berg am 16. Mai 2014 nach schriftlicher Anfrage vom 13. Mai 2014. 78 Antwort des BND vom 16. April 2014 auf die schriftliche Anfrage des Verfassers vom 20. Januar 2014. 79 Siehe Bundesnachrichtendienst, Akte 2226-OT, Paginierung 432. 80 Siehe Bericht der Bundesregierung (Anm. 15). 81 Siehe Kleßmann: Opposition und Dissidenz (Anm. 36). 82 Geppert: Störmanöver (Anm. 40), S. 124. 83 So Heinz Niemann im Neuen Deutschland vom 27. Juli 1994. 84 Siehe ders.: Positionen der Linken (Anm. 39), S. 222. Von Berg übernimmt dabei – wohl unbewusst – die Charakterisierung, die Honecker in seinem Rundschreiben an die Ersten SED-Bezirkssekretäre vom 10. Januar 1978 getroffen hatte, siehe Dokumente zur Deutschlandpolitik (Anm. 71), S. 481. 85 Siehe »Korruption, wohin man blickt. Das Manifest der ersten organisierten Opposition in der DDR – Zweiter Teil« (Anm. 3).

Vor 40 Jahren

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LE/ LCF 

 Quelle

Weniger Denken - schneller Handeln

 

Forscher des Instituts für Psychologie der Universität Innsbruck zeigen in einer aktuellen Studie, dass sich stark negative wie auch extrem positive Situationen auf die Fähigkeit des Gehirns auswirken, um Vorgänge in der Umgebung richtig einordnen zu können.

 

 

Wie verändern herausfordernde Situationen unser Denken?

 

Die Psychologen Thomas Maran, Marco Furtner und Pierre Sachse gingen dieser Frage mit Probanden nach und führten eine Reihe von Experimenten durch:

 

Die im Magazin „Frontiers in Behavioral Neuroscience“ veröffentlichte Studie zeigt, dass es in herausfordernden Situationen für Menschen schwieriger ist, zu erfassen, wo sie sich räumlich befinden und was um sie herum geschieht. Das Innsbrucker Forscher-Team zeigte den Teilnehmern Videoclips einer positiven, einer negativen und einer neutralen Situation. Sie fanden heraus, dass Teilnehmer nach dem Ansehen der erregenden emotionalen Clips in den anschließenden Tests deutlich schlechter abschnitten. In den Tests wurde geprüft, ob sie sich daran erinnern, wo bestimmte Dinge dargestellt wurden (räumlicher Kontext) oder bemerken in welcher Reihenfolge Ereignisse geschehen (sequentieller Kontext). So konnten die Forscher feststellen, wie ihre Probanden das „Wo“ und „Wann“ um sie herum erfassen und damit lernen konnten.

 

Herausforderung im Detail

 

Bisherige Forschung konnte zeigen, dass Erinnerungen im Langzeitgedächtnis, die unter hoher Erregung, wie etwa in stressreichen oder gefährlichen Situationen, entstanden sind, häufig wenig in den unmittelbaren Kontext eingebettet waren und Ereignisse weniger detailreich abbildeten. „Dieser Umstand macht Fehlerinnerungen wahrscheinlicher und macht es uns schwerer zu unterscheiden, ob eine neue Situation ähnlich der erinnerten Situation und deshalb vielleicht gefährlich ist. Doch wie wirkt sich hohe Erregung im Hier und Jetzt aus? Kontextinformationen sind unter anderem notwendig, um sich selbst und Ereignisse augenblicklich in Raum und Zeit zu verorten.“

 

Ist es für Personen mit Schwierigkeiten verbunden, Kontextinformationen zu erfassen, hat das Auswirkungen auf unmittelbare Entscheidungen für das Verhalten in der Situation und die Erinnerung an diese Situation. Die Forschung fokussierte sich auf die kurzfristigen Auswirkungen herausfordernder Erfahrungen zum Erwerb dieser Kontextdetails.

 

Darüber hinaus wollten die Wissenschaftler verstehen, ob erregende negative und erregende positive Erfahrungen gleiche Reaktionen hervorrufen. „Wir wollten diese Veränderung auf der Verhaltensebene messbar machen, um Rückschlüsse darauf zu ziehen, wie das Verhalten im Alltag und in herausfordernden Situationen durch Schwankungen im Erregungszustand beeinflusst wird“, sagt Maran.

 

Positive und negative Beispiele

 

Die Forscher gingen von der Grundannahme aus, dass ihre Probanden nach dem Betrachten von emotional erregenden Filmausschnitten weniger in der Lage sein würden, implizit, sprich unbewusst, den räumlichen und sequentiellen Kontext zu erfassen – und das gleichermaßen in stark positiven wie in stark negativen Situationen. Um dies zu testen, verwendeten sie Clips von Filmmaterial, das in bisherigen Untersuchungen erfolgreich Stressreaktionen hervorrief: eine Gewaltszene (die die Teilnehmer als negativ erregend erlebten), eine Szene mit sexuellem Inhalt (welche die Teilnehmer als positiv erregend erlebten) und eine neutrale, wenig erregende Kontrollszene. Über Einsatz neuer Instrumente zur Messung der Pupillenweite, die ein zuverlässiges physiologisches Maß für allgemeine Erregung ist, zeigten die Wissenschaftler, dass die Clips wirksam waren und erfolgreich ein hoher Erregungszustand induziert werden konnte. Unmittelbar nach dem Betrachten der Clips erhielten die TeilnehmerInnen Aufgaben, die ihre Fähigkeit testeten, entweder einen räumlichen oder einen sequentiellen Kontext implizit zu erfassen.

 

So sahen die TeilnehmerInnen in einem Experiment zum räumlichen Kontext abwechselnd an verschiedenen Positionen Objekte am Bildschirm und wurden im Anschluss überraschend getestet, ob sie sich an die Positionen wiedererinnern konnten. In einem weiteren Experiment mussten die TeilnehmerInnen auf einen bestimmten Buchstaben in einer Abfolge von mehreren Buchstaben reagieren, wobei einige Buchstaben dem gesuchten Buchstaben immer vorausgingen und so den Zielbuchstaben vorhersagen konnten. Im Vergleich zur neutralen Szene minderte sowohl die Sexszene als auch die gewalttätige Szene die Fähigkeit der Teilnehmer, sich zu merken, wo bestimmte Objekte gewesen sind, oder Sequenzen zu lernen und damit richtige Vorhersagen zu treffen.

 

„Daraus schließen wir, dass Zustände hoher Erregung als Folge herausfordernder Situationen – sowohl positiver, wie auch negativer – dazu führen,  unser Handeln wird demnach weniger an den Kontext der jeweiligen Situation angepasst und wir reagieren eher auf eingewöhnte, reflexartige Verhaltensmuster", erklären die Forscher in der Studie.

 

Hippocampus

 

Warum können wir uns in herausfordernden Situationen kontextuelle Details schlechter merken?

 

Thomas Maran und seine Kollegen sehen die Antwort in den Abläufen im Gehirn, welche diesen Denkleistungen zugrunde liegen. Sie verweisen dabei auf die Notwendigkeit weiterer Studien mit bildgebenden Verfahren. Mehrere Forschungsergebnisse unterstützen die Vermutung, dass der Hippocampus - ein für die Gedächtnisbildung wichtiges Hirnareal - stark in das Erlernen und Rekonstruieren von räumlichen und zeitlichen Details involviert ist. „Eine Hemmung dieser Funktion im Gehirn angesichts einer potenziell gefährlichen Situation könnte uns davon abhalten, den Kontext einer Situation zu erschließen und jenen Effekt verursachen, den wir in unserer Studie am konkreten Verhalten zeigen konnten“, sagt Thomas Maran. „Vom Kontext losgelöstes Handeln ist reflexartig und damit weniger komplex und anspruchsvoll. Es erlaubt uns bei Herausforderungen schnell zu reagieren und bewahrt uns zugleich davor, Entscheidungen auf der Grundlage unzuverlässiger Informationen aus unsicheren, unvorhersehbaren Situationen zu treffen“.

 

 

Herausforderung im Detail

 

Veränderungen im Denken bei hohen Erregungszuständen spielen eine wichtige Rolle bei psychischen Störungen und einer Reihe weiterer Anwendungsbereiche. „Die Erkenntnisse dieser Studie geben uns eine bessere Grundlage für das Verständnis von menschlichem Verhalten unter hohen Erregungszuständen: Das reicht von der Beurteilung von Affekthandlungen im Strafrecht, über Verhaltensstörungen bei psychischen Erkrankungen bis hin zu wichtigen Entscheidungen in stressreichen Situationen, zB bei Polizeieinsätzen“, so die Autoren.

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Göttingen/Berlin/Leipzig, LCF, 20.November 2017

 

Mit einer Mahnwache vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin will die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am morgigen Dienstag die amtierende und die zukünftige Bundesregierung dazu aufrufen, alle Rüstungsexporte

nach Saudi-Arabien  SOFORT ZU STOPPEN.

BEGRÜNDUNG

Die Genehmigung für die Lieferung von Rüstungsgütern im Wert von ca. 148 Millionen Euro an Saudi-Arabien muss sofort zurückgenommen werden. Das sunnitische Königreich vollzieht Luftangriffe auf Ziele im benachbarten Jemen und blockiert Flug- und Seehäfen sowie Grenzübergänge. Die Patrouillenboote, die Saudi-Arabien aus Deutschland beziehen will, können für die Fortsetzung der Seeblockade des Jemen eingesetzt werden. Dringend benötigte Hilfslieferungen werden verhindert.

Deutschland darf eine Regierung, die Menschen im Nachbarland Jemen vorsetzlich einem Hungersterben aussetzen, auf keinen Fall unterstützen. Die saudi-arabische Luftwaffe hat in den vergangenen zweieinhalb Wochen Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Wohnviertel, Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Bauernhöfe, Märkte und andere zivile Ziele in dem von bewaffneten Konflikten zermürbten und verarmten südarabischen Jemen zerbombt.

Seit Beginn des militärischen Eingreifens Saudi-Arabiens im Nachbarland Ende März 2015 wurden mindestens 10.000 Menschen getötet und Zehntausende verletzt. Mehr als 2.000 Schulen wurden zerstört/ schwer beschädigt. Von 26 Millionen Jemeniten sind etwa 21,2 Millionen, also fast 85 Prozent der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Etwa 7,6 Millionen, darunter drei Millionen Kinder und Frauen, leiden an Unterernährung. Auch Epidemien wie Cholera sind bereits ausgebrochen. Mindestens drei Millionen Jemeniten sind innerhalb des Landes auf der Flucht. 173.000 haben den Jemen bereits verlassen.

Ganz besonders schlimm steht es nach Angaben der GfbV um die Minderheit der seit jeher ausgegrenzten Al-Akhdam. Sie werden aufgrund ihrer dunkleren Hautfarbe seit Jahrhunderten diskriminiert und oft wie Sklaven behandelt, obwohl die Sklaverei im Jemen offiziell seit den 1960er Jahren abgeschafft ist. Die Al-Akhdam leben vorwiegend in städtischen Slums der umkämpften jemenitischen Städte wie Taizz oder in der immer wieder von der saudischen Luftwaffe angegriffenen Hauptstadt Sanaa. Durch den Krieg sind die Al-Akhdam in ein kaum vorstellbares Elend geraten, werden bei der Verteilung der wenigen Hilfsgüter, die in den Jemen gelangen, so gut wie gar nicht berücksichtigt. Mit 500.000 bis drei Millionen Angehörigen stellt diese Volksgruppe zwei bis zehn Prozent der 27 Millionen Einwohner des Landes.

Telefonkontakt zum Nahostreferent Dr. Kamal Sido - 0173 67 33 98

 

Präsident Putin verleiht Zeugen Jehovas Auszeichnung für vorbildliche Erziehung

 

Am 31. Mai 2017 fand anlässlich der Verleihung des „Ordens des elterlichen Ruhms“ im Kreml in Moskau statt. Der russische Präsident Wladimir Putin überreichte diese Auszeichnung auch an Waleri und Tatjana Nowik aus Karelien. Sie sind Eltern von acht Kindern und sind Zeugen Jehovas. Die Zeremonie fand am Vortag des Weltkindertages im Kreml statt Der „Orden des elterlichen Ruhms“ wurde im Mai 2008 auf Erlass des Präsidenten gestiftet. Diese russische Auszeichnung geht an Eltern, die außergewöhnlich gut für die Gesundheit und Erziehung sowie für die körperliche, geistige und moralische Entwicklung ihrer Kinder sorgen. Die Eltern müssen außerdem mindestens sieben Kinder haben. Familien, die auf diese Weise geehrt werden, gelten als Vorbild und stärken so die Institution Familie.

 

Waleri Nowik, Vater von acht Kindern, erhielt den Orden von Präsident Putin David A. Semonian, Sprecher von Jehovas Zeugen in der Weltzentrale, kommentiert: „Aus unserer Sicht bestätigt diese Auszeichnung, wie hilfreich das biblische Bildungsprogramm ist, das von Jehovas Zeugen kostenlos angeboten wird. Es hilft Eltern und Kindern — nicht nur in Russland, sondern weltweit — wertvolle Mitglieder der Gesellschaft zu sein. Wir hoffen, dass diese Auszeichnung, die von Präsident Putin überreicht wurde, vom Obersten Gericht berücksichtigt wird, wenn es am 17. Juli 2017 die Entscheidung überprüft, die Zentrale von Jehovas Zeugen in Russland aufzulösen.“

 

 

 

 

Das Oberste Gericht Russlands

 

vertreten durch:

 

Richter Juri Iwanenko

 

 

 

LE 20. April 2017

 

Jehovas Zeugen wurden verboten, die Beschlagnahmung ihres Besitzes angeordnet. Das russische Justizministerium hat das Gericht aufgefordert, die Zeugen Jehovas als "extremistische Organisation" zu verbieten. "Sie stellen eine Gefahr für die Rechte der Bürger, die öffentliche Ordnung und die öffentliche Sicherheit dar", Als extremistisch stufte die Behörde vor allem die Zeitschrift "Der Wachtturm" ein, die trotz Verbots weiter verteilt werde. Weil die Zeugen Jehovas ihren Mitgliedern Bluttransfusionen "verbieten", liegt unstrittig ein Verstoß gegen Menschenrechte vor. Dass diese Entscheidung allein eine Gewissensfrage in Loyalität zu Gott ist und ein Betroffener im Bedarfsfall eng mit dem Krankenhausvervindungskomitee in Kontakt steht, fand keine Beachtung.

 

Weltweit sind Millionen wahrheitsliebende Menschen über die Entscheidungsfindung schockiert. "Ich hätte nicht gedacht, dass das im modernen Russland möglich sein könnte, wo die Verfassung das Recht auf freie Religionsausübung garantiert", sagte ein Vertreter der Zeugen Jehovas, Jaroslaw Siwulski vor Journalisten.

 

Erneut folgt der Schritt vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Zeugen Jehovas haben 395 Königreichsäle in Russland mit 171.000 Zeugen.

 

Sie wurden seit 1996 wiederholt beschuldigt, mit aggressiven Methoden Menschen anzuwerben. Wegen des Vorgehens der Behörden gegen die Religionsgemeinschaft wurde Russland bereits mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu Schadenersatzzahlungen verurteilt. Dabei wurde unter anderem auf Verstöße gegen Grundrechte wie Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit verwiesen.    

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Zwei Jahre Haft für früheren Gouverneur in Blasphemie Prozess

 

Religiöse Intoleranz erreicht mit Urteil neuen Höhepunkt. Er berät nach der Verkündigung des Urteils mit seinen Anwälten Der scheidende Gouverneur des indonesischen Hauptstadtdistriktes Jakarta, Basuki Tjahaja Ahok Purnama, ist zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Grund: Islambeleidigung. Ein indonesisches Gericht urteilte, der Politiker der christlich - chinesischen Minderheit habe sich in überzeugender Weise der Blasphemie schuldig gemacht. Mit dem Strafmaß lag der Schuldspruch sogar über der Forderung der Anklage, die aufgrund der dünnen Beweislage und unter Einbeziehung von Milderungsumständen eine Bewährungsstrafe für angemessen gehalten hatte. Die Richter wiesen die Vorwürfe von Organisationen für Menschenrechte zurück - es habe sich um einen politischen Prozess gehandelt. Anhänger Ahoks reagierten geschockt auf den Schuldspruch und befürchten, dass die religiöse Toleranz im größten muslimischen Land der Welt beeinträchtigt werden könnte. Ahoks Anwälte verkündeten in Berufung gehen zu wollen. Konservative Muslime in Indonesien begrüßten das Urteil hingegen vor dem Gerichtssaal und skandierten Medienberichten zufolge Gott ist der Größte. Indonesien muss sich der wachsenden islamistischen Gefahr endlich stellen. Das Land hat eine sehr lebendige Zivilgesellschaft und galt lange als bestes Beispiel für eine gelungene Demokratisierung nach jahrzehntelanger Diktatur. Indonesiens Islamisten wollen keine säkulare Demokratie mit Bürgerrechten für Minderheiten, warnen Menschenrechtler. Mit fehlendem Ruck durch die indonesische Gesellscht droht ein stetiger Abschied von Demokratie, Zwei Jahre Haft für früheren Gouverneur in Blasphemie-Prozess - Religiöse Intoleranz erreicht mit Urteil gegen ehemaligen Gouverneur Ahok neuen Höhepunkt mit dramatischen Folgen. Augstinus Ulahayanan, Kommissionsmitglied für Interreligiösen Dialog der Indonesischen Bischofskonferenz sprach nach dem Urteil: Die indonesischen Christen glauben an das Gemeinwohl und haben einen tiefen Respekt vor der Pancasila, der Charta über die fünf Prinzipien der Demokratie in Indonesien.                                                                           LCF 9.MAI 2017

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Leipzig/Göttingen/Berlin

15. November 2016

 

 

Menschenrechtsaktion für indianischen Bürgerrechtler, bevor Donald Trump kommt:

 

Bitte schenken Sie Leonard Peltier die Freiheit, Präsident Obama- Black Igle!

 

Donnerstag, den 17. November 2016, von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr auf dem östlichen Washingtonplatz in Berlin

 

Mit einer Installation aus einer riesigen Sanduhr und vielen Weckern wird die GfbV sowohl die ablaufende Amtszeit von Obama- Black Igle, wie auch die Lebenszeit des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier symbolisieren.

 

Mit einer Mahnwache auf dem östlichen Washingtonplatz in Berlin wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Donnerstag ihren Appell an Präsident Barack Obama unterstreichen, nicht aus dem Amt zu scheiden, ohne den seit 40 Jahren unschuldig inhaftierten indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier zu begnadigen.  ‘Herr Präsident, bitte haben Sie Erbarmen mit dem indianischen Bürgerrechtler und schenken Sie ihm die Freiheit, bevor Donald Trump kommt’, appelliert die Menschenrechtsorganisation an den US-Präsidenten, dessen Amtszeit am 20. Januar 2017 endet. ‘Peltiers Lebenszeit läuft ab. Bitte lassen Sie nicht zu, dass er im Gefängnis sterben muss.’

 

Peltier (72) sitzt seit vier Jahrzehnten unschuldig hinter Gittern, weit weg von Familie und Freunden. Er wird für den Tod zweier FBI-Beamter verantwortlich gemacht, die 1975 während einer Schießerei im Reservat Pine Ridge in Süd Dakota (USA) ums Leben kamen. Dafür wurde er zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Doch einen fairen Prozess hat er nie erhalten. Beweise gegen ihn wurden nachweislich gefälscht, Zeugen manipuliert. ‘Deshalb fordert mit uns auch Amnesty International seine Begnadigung’, berichtet die GfbV-Referentin für indigene Völker, Yvonne Bangert. ‘Leonard Peltier ist heute ein alter, kranker Mann. Ein unbehandeltes Bauchaneurysma bedeutet für ihn ständige Lebensgefahr. Nur ein amtierender Präsident kann ihm die Zellentür öffnen. All unsere Hoffnungen ruhen auf Barack Obama, denn er hat wie kein anderer seiner Amtsvorgänger Interesse an der indianischen Bevölkerung der USA bekundet.’

 

Während seiner Amtszeit hat Obama z.B. jedes Jahr Vertreter der Stammesregierungen zu einer Konferenz ins Weiße Haus gebeten. Deren Dachverband, der National Congress of American Indians (NCAI), hat sich bereits 2011 mit einer Resolution offiziell für die Begnadigung von Leonard Peltier ausgesprochen. Auch viele Prominente haben sich für den Bürgerrechtler eingesetzt, darunter der inzwischen verstorbene  Simon Wiesenthal, Leiter des Dokumentationszentrums des Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes, die Friedensnobelpreisträger Rigoberta Menchu, Desmond Tutu und Nelson Mandela, der Dalai Lama, Künstler wie Robert Redford und Harry Belafonte und zahlreiche Abgeordnete des US-Kongresses, des kanadischen, belgischen, niederländischen und des Europaparlamentes sowie Mitglieder des Deutschen Bundestags.

 

 

Kontakt: Yvonne Bangert, Referat indigene Völker, Tel. 0551 4990614;  während der Aktion:  0151 5616 0402 -  indigene@gfbv.de

 

 

Friedensvertrag droht zu scheitern

 

Neue Friedenskonferenz -

 

Deutschland

steht in Verantwortung

 

   Mali/ Göttingen/ Leipzig,

13. Juni 2016

 

Nach einem erneuten Gewaltausbruch im Norden Malis wird vor einem Scheitern des Friedensvertrages gewarnt. Für die Einhaltung steht die Bundeswehr in Pflicht. Nachdrücklich wird an Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen appelliert, sich persönlich für eine Friedenskonferenz einzusetzen. Alle Unterzeichner des Abkommens sollen ihr Engagement für einen dauerhaften Frieden bekräftigen und bestehende Meinungsunterschiede zu einer vernünftigen Übereinkunft bringen, ohne faule Kompromisse.

 

Nachdenklich fragt GfbV Afrika Referent Ulrich: >Wie sollen Bundeswehrsoldaten, die nach Nord-Mali entsandt wurden, ein Friedensabkommen gegen islamistische Extremisten schützen, das von seinen Unterzeichnern belächelt wird<? Am Wochenende wurden erneut mindestens ein Dutzend  Menschen bei bewaffneten Auseinandersetzungen in Nord-Mali getötet. Neun dieser Todesfälle gingen auf Kämpfe zwischen Anhängern der Unterzeichner des Friedensabkommens zurück.

 

Alarmierend, dass sich Milizen aus dem gleichen politischen Lager bekämpfen, wie die Gatia-Miliz und die Ganda-Izo-Miliz. Die 2012 gegründete Ganda- Izo- Bewegung besteht vor allem aus Angehörigen der Volksgruppe der Peulh, die wie die Regierungstruppen einen unabhängigen Tuareg- Staat im Norden Malis verhindern wollen. Die Tuareg- Bewegung Hoher Rat für die Einheit des Azawad (HCUA) soll trotz Friedensvertrag insgeheim mit der islamistischen Ansar-Dine-Miliz kooperieren, kritisiert die Friedenstruppe MINUSMA, wie auch Frankreichs Regierung.

 

 

Seit Wochen gibt es massive Unstimmigkeiten zwischen den Unterzeichnern des am 1. März 2015 geschlossenen Friedensabkommens für Nord-Mali. Es wird keinen dauerhaften Frieden ohne Vertrauen geben. Deutschland hat alle Kontrahenten an den Verhandlungstisch zu bringen, wenn der Bundeswehreinsatz einen Sinn erfüllen soll. Das Abkommen muss helfen, jahrzehntelange Auseinandersetzungen zwischen Tuareg und der Regierung Malis beizulegen. So kann der Norden gestärkt werden, um gemeinsam gegen Angriffe islamistischer Extremisten Menschenleben zu schützen.

© prof. wegewall

 

 

 

In wenigen Tagen,

 

Deutsch-Chinesische Regierungskonsultationen

 

Der Streit um Billigexporte aus der Volksrepublik wirft seine Schatten auf den China-Besuch der deutschen Delegation unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, vom 12.-14. Juni 2016 voraus. Vizekanzler Sigmar Gabriel fordert mehr Schutzzölle, um deutsche Arbeitsplätze vor billiger Ware aus China zu schützen. >Die ersten Verlierer dieses Streits stehen schon heute fest. Es sind die Uiguren, Tibeter und Mongolen, deren Land rücksichtslos zerstört wird. Sie werden keineswegs gefragt, welche Form von Entwicklung sie wünschen<, schreibt Ulrich Delius als China- Experte der GfbV.

 

Die neuen Stahlwerke und Aluminium-Hütten in Xinjiang und der Inneren Mongolei sind leistungsfähiger als alle bestehenden Unternehmen im Osten Chinas. Sie produzieren dank staatlicher Förderung günstiger, sowie mehr als je zuvor und werfen ihre Produkte als Billigausfuhren auf den Weltmarkt.   

 

Vorab-Version- Report: http://billigprodukte-aus-china

 

 

© prof. wegewall

 

Katholikentag erteilt kritischer Kunstaktion ‘Hausverbot’  Eilrechtsschutz geht in 2. Instanz

PRESSEMITTEILUNG 27.05.2016 

 

Mit einer Kunstaktion weist die Giordano-Bruno-Stiftung seit 2014 bei Katholiken- bzw. (evangelischen) Kirchentagen auf die Millionen-Subventionen der öffentlichen Hand für die Veranstaltungen hin. Die knapp 3 Meter hohe Moses-Skulptur nebst einer Steintafel, auf der das 11. Gebot ‘Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!’ verkündet wird, steht auf einem Wagen, mit dem die Aktiven vom ‘11. Gebot’ durch die Leipziger Innenstadt rollen.

 

  Als die Aktiven gestern in der Nähe des Veranstaltungsgeländes demonstrierten, erteilte der Veranstaltungsleiter des Katholikentags den Aktiven ein ‘Hausverbot’. Wörtlich sagte er: ‘Die katholische Kirche möchte das auf ihrem Grund und Boden nicht haben!’ Dies drohte er auch mit Polizeigewalt durchzusetzen.

 

Maximilian Steinhaus, Sprecher der Aktionsgruppe ‘11. Gebot’ merkt an: ‘Die Wortwahl ist interessant, denn sonst wird die Kirche nicht müde zu betonen, dass es sich bei den Katholikentagen ja angeblich um Laienveranstaltungen handle, die von der Kirche unabhängig seien.

 

  David Farago, Initiator der Kunstaktion, ergänzt: `Dies zeigt einmal mehr, dass es sich bei dem Versprechen des Katholikentags, den Dialog mit Andersdenkenden zu suchen, nur um eine leere Worthülse handelt.´

 

Die von den Aktivisten zuvor eingeholte Versammlungsgenehmigung stellte die Stadt rechtswidriger Weise unter den Vorbehalt, dass dem Katholikentag für die von ihm genutzten Plätze ein `Hausrecht´ übertragen worden sei und man sich daher dessen Einverständnis einholen müsse.

 

  Nach dem gestrigen Eklat beantragte das 11. Gebot umgehend Eilrechtsschutz beim Verwaltungsgericht Leipzig mit der Begründung, dass dem Veranstalter des Katholikentags kein umfassendes ‘Hausrecht’, sondern lediglich ein Sondernutzungsrecht für die Innenstadt erteilt werden könne.

 

Auf diese Argumentation ging das Verwaltungsgericht jedoch in keiner Weise ein. Stattdessen verwies es darauf, dass der Katholikentag bereits langfristig geplant habe und sich daher auf ein ‘vorrangiges Nutzungsrecht’ berufen könne. Damit unterstellt das Gericht fälschlicher Weise, dass die Aktiven das unmittelbare (teilweise abgesperrte) Veranstaltungsgelände betreten wollten. ‘Tatsächlich wollen wir aber lediglich auf dem öffentlichen und für jedermann zugänglichen Bereich der angrenzenden Straßen und Plätze protestieren’, erklärt David Farago.

 

  Symptomatisch für die Privilegierung der christlichen Kirchen in Deutschland ist die Überlegung des Verwaltungsgerichts, dass dem Katholikentagsveranstalter die Religionsfreiheit aus Artikel 4 Absatz 1 des Grundgesetzes zur Seite stehe. Dies erlaube eine Beschränkung der ihrerseits den Aktiven vom 11. Gebot zustehenden Versammlungsfreiheit. Dabei wurde jedoch vollkommen ignoriert, dass auch die Aktiven ein zweites Grundrecht in die Waagschale werfen können – die Kunstfreiheit.

 

Des Weiteren übersah das Gericht, dass mit der Aktion auch die Besucher des Katholikentags erreicht werden sollen. Dies gelingt aber nur unzureichend, wenn man die Aktiven nicht einmal am öffentlichen Rand der Veranstaltungsplätze demonstrieren lässt.

 

  Mit Spannung erwarten die Aktiven vom 11. Gebot nun die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen, bei dem sie Beschwerde gegen die heutige Entscheidung vom Verwaltungsgericht Leipzig eingelegt haben. Notfalls werde man auch bis zum Bundesverfassungsgericht gehen, um die Durchführung der Kunstaktion wieder zu ermöglichen, versichert David Farago.  

 

 

Die Kunstaktion wird getragen von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Weitere Informationen zur Kunstaktion sowie zur Finanzierung der Kirchentage in Deutschland finden Sie auf der Aktionswebsite: www.11tes-gebot.de

 

 

 

      Pressemitteilung: 

 

    W O R T B R U C H  OBM

 

Oberbürgermeister bricht sein Versprechen – keine Förderrichtlinie für Großveranstaltungen erarbeitet   (20.05.2016)

 

 

 

Bild: Jacques Tilly

 

Die von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) getragene Kunstaktion

 

11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!

 

wirft Oberbürgermeister Burkhard Jung vor, sein Versprechen gebrochen zu haben, das er in der Ratsversammlung vom 17.09.2014 gab. Im Rahmen der Abstimmung über die Förderung des Katholikentags 2016 hatte die damalige FDP-Fraktion ihre Zustimmung von der Zusage abhängig gemacht, dass eine Förderrichtlinie für Großveranstaltungen erstellt werde. Dies sagte Jung auch zu (Quelle: LVZ – getan hat sich hingegen nichts.

 

Von der Fachförderrichtlinie erhoffte sich die FDP eine Versachlichung der Diskussion um die öffentliche Förderung von Großveranstaltungen. Hierzu müssten objektive Kriterien zur Bewertung der Förderfähigkeit erarbeitet werden. Nur bei positiver Umwegrentabilität hätten Großveranstaltungen danach über die Richtlinie Zuschüsse erhalten dürfen. Genau hieran würden Kirchentage aber scheitern, ist sich David Farago vom 11. Gebot sicher: `Die von den Veranstaltern vorgelegten und von den Stadtparlamenten meist unkritisch übernommenen Zahlen stellen eine Milchmädchenrechnung dar.´Hierauf hatten die Aktiven vom 11. Gebot schon im Sommer 2014 mit ihrer lebensgroßen Moses-Skulptur in der Leipziger Innenstadt hingewiesen.

 

Bereits bei der im Eiltempo kurz vor Weihnachten 2015 durchgepeitschten Abstimmung über die Förderung des nächsten Kirchentags (diesmal der evangelische 2017) mit erneut rund 1 Mio. € hätte man diese Richtlinie daher gut gebrauchen können.

 

Doch Maximilian Steinhaus vom 11. Gebot geht davon aus, dass man nie vor hatte, eine solche Richtlinie tatsächlich zu erarbeiten: `Es ging dem Bürgermeister offensichtlich nur darum, sich die Stimmen der FDP zu erkaufen, die er für seine Mehrheit im Rat brauchte. Ansonsten hätte man die ursprünglich beantragte Pflicht zur Erarbeitung der Richtlinie auch in den Ratsbeschluss aufnehmen können. Es bleibt unklar, weshalb die FDP-Fraktion sich mit dem bloßen Versprechen des OBM begnügte.´

 

David Farago ergänzt: `Der Ratsbeschluss sieht auch vor, dass nach Ende des 100. Katholikentag dem Stadtrat eine Aufstellung der direkt an die Stadt (inklusive der städtischen Unternehmen) zurückgeflossenen Mittel vorgelegt wird. Wir sind gespannt, ob der Oberbürgermeister wenigstens hieran ernsthaft interessiert ist.´

 

11. Gebot wieder in Leipzig –

Gegenveranstaltung zum Katholikentag in der naTo

Die Aktiven werden vom 25.-28. Mai wieder in der Leipziger Innenstadt Bevölkerung und Presse Rede und Antwort stehen und auf das 11. Gebot hinweisen: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen! [Für Interview-Anfragen wenden Sie sich bitte an unten stehenden Kontakt.]

Ergänzt wird die Kunstaktion durch eine Veranstaltungsreihe im soziokulturellen Zentrum "Die naTo e.V.": Unter dem Motto "Säkulare Tage – Trennt endlich Staat und Kirche!" wird die Leipziger Regionalgruppe der Giordano Bruno-Stiftung in 8 Vorträgen auf zahlreiche Missstände im `säkularen’ Deutschland hinweisen, die trotz der formellen Trennung zwischen Staat und Kirche noch immer bestehen. Das vollständige Programm kann hier nachgelesen werden. Alle Referenten stehen gerne für Interviews zur Verfügung.

Wer wir sind:Die Giordano-Bruno-Stiftung ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, die sich am Leitbild des evolutionären Humanismus orientiert und der sich viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben. Aktuell unterstützen bereits mehr als 6500 Fördermitglieder die Anliegen der Giordano-Bruno-Stiftung. Mitglieder des Förderkreises initiierten die Aktion `11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!´ Die Leipziger Regionalgruppe vertritt die Positionen der gbs in Leipzig und befindet sich in der Phase der Vereinsgründung.

Gemeinsame  PRESSEMITTEILUNG

der Kunstaktion `11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!´ sowie der Leipziger Regionalgruppe der Giordano Bruno-Stiftung (gbs Leipzig)

Kontakt:

 

presse@gbs-le.de

KÖNIGREICHSSAAL DER ZEUGEN JEHOVAS

Heiterblick 32  I  04347 Leipzig

Gewerbegebiet Leipzig Nordost

 

 

 

MULTIMEDIALE  AUSSTELLUNG

 

 

 

 

         21. Mai - 5. Juni  2016

 

 

 

                 DIE BIBEL

 

 

 

   EIN HANDBUCH FÜRS LEBEN

         

 

 

 

TÄGLICH 10 - 20 UHR

 

                                                                        EINTRITT  FREI

Katholikentag 2016 in Leipzig

 

Mit dem Ziel, den Dialog mit Konfessionslosen im mehrheitlich religionsfernen

Leipzig zu suchen.

 

Den 100. Kirchentag in die Heldenstadt zu vergeben, war eine bewusste Entscheidung.

Die Konfessionslosen sollen den so genannten Reichtum des christlichen Lebens,

 

einmal nach der Wende 1989

 

richtig erleben. Die letzten Tage dieses Systems der Dinge besser zu verstehen.

 

KOSTEN 2016 (9,9  Mio)

Saecularis im Kontext des Lateinischen `ein Säkulum´ =

Jahrhundert bezogen entlehnt - spätlateinisch `weltlich gesinnt´

                                   11. und 12. Mai 2016

 

                                    Media City Leipzig

Angebot von ARD und ZDF

 

LCF - Einen ersten Eindruck vom Jungen Angebot von ARD und ZDF konnten sich die künftigen Nutzer beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland verschaffen: Hier zeigte das Team des MDR Entwicklungslabors erste Versionen einer App, die einer der Ausspielwege für das im Herbst startende neue Angebot von ARD und ZDF sein wird. Ziel der Open Demo Session war auch, ein ehrliches Feedback aus der Zielgruppe zu bekommen.

 

Jugendliche haben die Demo- App, die einen ersten Einblick in die künftigen Themenwelten des nur online verbreiteten Angebots gibt, auf Inhalte und Bedienbarkeit getestet. Das Entwickler-Team konnte so ganz praktische Eindrücke und Erwartungen sammeln. Im nächsten Schritt sollen diese Ergebnisse bei der Weiterentwicklung der App eingearbeitet werden.

 

Auch die ARD-Vorsitzende, MDR-Intendantin Karola Wille machte sich bei der Open Session ein Bild von der App und diskutierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Junge Angebot von ARD und ZDF muss Nutzer orientiert sein. Deswegen wollen wir mit den jungen Menschen sprechen - statt über sie. Das Open Demo Session- Format geht auf Tuchfühlung zu den künftigen Nutzern. Es ist auch für mich spannend zu beobachten, wo wir mit unserem Konzept richtig liegen, um besser werden zu können.

 

Das neue Programm soll im Oktober 2016 starten und wird nicht mehr als Rundfunk, sondern gemäß den Vorgaben der Medienpolitik ausschließlich im Internet und vor allem in den sozialen Netzwerken verbreitet. Zielgruppe sind junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren. Federführende Anstalt auf ARD-Seite ist der Südwestrundfunk (SWR). ARD und ZDF stellen für das Junge Angebot eigenständige Inhalte her.

 

© LCF

Erreichbar  auch mit  der  S4 Richtung Torgau (Haltestelle Thekla)

8. Auflage der weltgrößten Theklaparty

 

WASSERFEST

 

 

20. bis 22. Mai 2016 am Baggersee

Leipzig/ Rom

© LCF

 

Amaro Della Quercia ist in Portugal geboren, lebte in Lissabon. Als Wahlitaliener hat er sich mit dem Studium der Theologie beschäftigt, auch die Philosophie gehörte dazu. Seit Jahren ist er Mitarbeiter des Zentrums für biblische Studien in Montefano. Seine Inspiration als Künstler sind konkrete Himmelbotschaften.

 

 

Für einen Künstler wie Amaro Della Quercia ist das Heilige Jahr 2016 mit seiner Barmherzigkeit eine Besonderheit. Barmherzigkeit ist kein Gefühl allein. Sie ist eine Entwicklung uns die die Hand zu reichen. Aus diesem Bewegungsmoment heraus, schöpft der Künstler seine Inspiration.

 

   Diese Entwicklung ist Einladung und Aufforderung Gottes an die Menschen, miteinander zu reden, aufeinander zuzugehen und Gottes Liebe zu erfahren. Die grausame Hinrichtung, des größtem Menschen, der jemals auf der Erde lebte, wird durch die Auferstehung relativiert. Mit konsequenter Treue den Willen des Vaters zu tun, sich gehorsam unterordnen zu wollen, wurde der Stachel des TODES überwunden. Der HEILIGE PLAN zur Rettung jedes einzelnen Menschen wurde fortgesetzt, im Glauben mit Herz & Sinn, mittels Verkündigung der GUTEN BOTSCHAFT, auch NEUER BUND genannnt.

 

In den Räumen des deutschen Pilgerzentrums, der Italienischen Hauptstadt Rom, sind 40 Werke Della Quercias mit Kohle oder Tusche gemalt und zeigen religiöse Motive. Auch der erste Mensch Adam ist zu erblicken, die erste lebende Seele, die die Sünde vor Gott in die Welt brachte, den Tod im Dasein der Menschheit vererbte. Der letzte Adam wurde ein Leben gebender Geist, wie wir im 1. Brief an die christliche Gemeinde in Korinth Kapitel 15 im Vers 45 erfahren.

 

    Die Tatsache, dass Jesus Christus als der letzte Adam bezeichnet wird, lässt den logischen Schluss einer gewissen Verwandtschaft zwischen ihm und dem Menschengeschlecht zu. Diese Verwandtschaft in Verbindung mit dem heiligen Geist Gottes als Helfer, verspricht Jesus Christus seinen Nachfolgern, während Jesus selbst, als übermenschliche Geistperson im Himmel dient, sh Psalm 8:4, 5; Hebräer 2:5-9. Während des bevorstehenden tausendjährigen Gerichtstages wird er den Zweck seines vollkommenen menschlichen Opfers völlig erfüllen, indem er die verstorbenen Menschen wieder zum Leben bringt und ihnen die Gelegenheit bietet, auf einer paradiesischen Erde zur Vollkommenheit zu gelangen und ihn als ihren Ewigvater und Friedefürsten zu haben. Auf diese Weise wird er das wiedergutmachen, was Adam der ganzen Menschheit angetan hat.

 

Zu den 40 Bildern gehören auch Frauen, wie zB die Ehebrecherin oder die Sünderin. Jesus zeigt am Beispiel von Frauen, welche GLAUBENSKRAFT ein Mensch einbringen kann. Was alle Bilder gemeinsam haben, die gemalten Menschen sind nackt dargestellt. Der Mensch ist das Abbild Gottes. Alles darf als Ausdruck der Liebe des Schöpfers verstanden werden. Durch seine Liebe kann GOTT alles zum Guten wenden.

 

         Das Spiel mit den Schwarz-Weiß-Schattierungen, mit Licht und Schatten gibt dem Beobachter die Freiheit, sich im Bild zu bewegen. Viele der Motive wenden sich aus dem Dunkel kommend dem Licht zu, für das Jesus Christus lebt und steht. Er ist das A und O unserer Hoffnung und Erlösung.

 

2016

Neues ARD-Sprecherteam

 

Mit dem Wechsel des ARD-Vorsitzes vom Norddeutschen Rundfunk

(NDR) zum Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ändert sich auch die

Besetzung der ARD-Pressestelle.

 

Sabine Krebs und Steffen Grimberg lösen Ilka Steinhausen und

Anna Engelke ab, die diePressearbeit des ARD-Vorsitzenden und

NDR-Intendanten Lutz Marmor in den vergangenen drei Jahren von

Hamburg aus koordiniert haben. Sabine Krebs und Steffen Grimberg

übernehmen diese Arbeit für die MDR-Intendantin Karola Wille,

die ab Januar 2016 ARD-Vorsitzende ist. Die neue Pressestelle ist

beim MDR vom 1. Januar 2016 an ansprechbar. Sie erreichen die

ARD-Pressesprecher unter der Telefonnummer 0341/300-6430 und -

6431 oder per E-mail unter sabine.krebs@mdr.de und

steffen.grimberg@mdr.de

 

Der Social Media Bereich wird die Pressestelle künftig von Bastian Obarowski verstärkt, der den twitter-account @ARD_Presse betreut. Er übernimmt diese Aufgabe von Holger Röttgers, NDR.

 

Rückfragen an:

ARD-Pressestelle (NDR)

Tel: 040/4156-5005

E-Mail: pressestelle@ard.de

 

Tausende Besucher überzeugten sich von der Vielseitigkeit der Reisemesse Touristik & Caravaning International (TC)

LCF/ FLEET Events,

22.November 2015

 

Sonne, Strand, Meer, Wandern, Klettern, Fahrrad fahren, Kreuzfahrten in exotische Länder oder Campingurlaub vor der Haustür – auf rund 50.000 qm boten mehr als 600 Aussteller der TC zahlreiche, vielfältige und attraktive Reiseangebote. Am Sonntag Nachmittag ging der Veranstalter FLEET Events von einer Gesamtbesucherzahl von fast 60.000 auf dem Leipziger Messegelände aus. ‘Wir freuen uns sehr über eine erfolgreiche TC 2015. Vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungslage im Hinblick auf Großveranstaltungen, die sich auch in den Antworten unserer Besucherbefragung widerspiegelt, sind wir sehr zufrieden, dass sich die Besucherzahl auf Vorjahresniveau stabilisiert hat’, so Thomas Köhl, Geschäftsführer von FLEET Events.

Etwa 84% der Besucher haben einen guten bis sehr guten Gesamteindruck von der Messe. Bei ungefähr 11% wurden die Erwartungen an die TC sogar übertroffen, bei rund 74% haben sich die Erwartungen erfüllt. Im Camping- und Caravaningbereich ist die Zufriedenheit der Besucher besonders hoch: Ca. 26 % der Besucher geben an, dass ihre Erwartungen übertroffen worden.

 

Aussteller: Martina Bier vom Partner International Ägypten: ‘Trotz der schwierigen Umstände war das Feedback der Besucher sehr positiv und wir sind sehr zufrieden. Viele, die bereits einen Flug nach Ägypten gebucht hatten, sind zu uns gekommen, um sich konkrete Informationen zu holen. Badeurlaub, wie auch Nilkreuzfahrten waren dabei besonders gefragt.

 

Caravaning: Bodo Förster vom Hobby Wohnwagenwerk: ‘Wir sind sehr zufrieden mit dem Messeverlauf und fest entschlossen im nächsten Jahr wiederzukommen. Wir haben ein tolles Messeergebnis erreicht. Das ist sicher auch auf unseren repräsentativen Stand zurückzuführen, den viele Stammkunden gelobt haben, auf unsere Präsenz als Hersteller sowie auf die gezielte und gute Werbung.’

 

‘Mittwoch und Samstag waren die besten Tage für uns. Unsere Dreiräder sind vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr gut angekommen und ausprobiert worden. Unsere erste Messeteilnahme als Dreirad-Hersteller war ein Erfolg und wir möchten gerne wiederkommen’, erklärt Peter Nakov von Fum Da Electronics Handels GmbH.

 

Mitteldeutschlands größte Reisemesse bot in diesem Jahr einen vielseitigen Mix aus Reiseangeboten für Fernreisende, Heimat-Treue, Aktivurlauber oder Camping- und Caravaningfans. Die nächste TC findet vom 16. bis 20. November 2016 auf dem Leipziger Messegelände statt.

www.touristikundcaravaning.de

Auftakt gelungen!

Besucheransturm auf die Touristik & Caravaning International


LE u. Dresden, 20.11.2015

 

Seit Mittwoch verbreitet Mitteldeutschlands größte Reisemesse Urlaubsfeeling und Reisefreude. Tausende Besucher schauten bis jetzt vorbei und nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren, direkt zu buchen oder sich von der Vielfalt der Reiseangebote inspirieren zu lassen. Ägypten ist Partner International und verleiht der Messe den gewissen orientalischen Charme. Besucher und Aussteller sind mit den ersten Messetagen sehr zufrieden.


Herr Henschler von Husky Outdoor, Zeltsonderschau Halle 1: ‘Mittwoch war ein super Tag mit vielen interessierten Besuchern. Unsere Platzierung in Halle 1 neben den Wohnmobilen finden wir sehr gut, da wir dadurch neues Publikum gewinnen können.’

 

‘Die TC in Leipzig ist für uns enorm wichtig, weil ein Großteil unserer Kundschaft von hier kommt. Der Auftakt der Messe ist gelungen, wir sind sehr zufrieden mit der Besucherzahl und blicken optimistisch auf die kommenden Messetage’, sagt Herr Bakalov vom Bulgarienstand in Halle 5.

 

Herr Jähn ist Besucher der TC und das erste Mal da: ‘Ich habe ein eigenes Wohnmobil und hole mir hier Inspiration für Reisemobile und Zubehörteile. Die Messe wurde mir von Freunden sehr empfohlen, weil sie die Beste im Caravaningbereich sein soll.’

 

88% der Besucher haben bis jetzt einen gut bis sehr guten Eindruck von der Messe und loben die Vielfalt der Aussteller sowie die Stimmung und Atmosphäre.

Das Wochenende

Rampe hoch, Rampe runter in Halle 5: Der Testparcours im Fahrradbereich lädt alle ein, die neuesten Modelle zu probieren. Es gibt aber nicht nur Räder aller Couleur, sondern auch viele tolle Angebote zu Raddestinationen und Fahrradbekleidung – vom trendigen Helm bis zur Funktionssocke. Samstag ist Gesundheitstag mit Yoga auf der Bühne und interessanten Vorträgen zum Thema Erholung und Gesundheit.

 

Sonntag wird Trialweltmeister Marco Hösel die Besucher mit seinen spektakulären Shows ins Staunen versetzen. Spannende Reisevorträge im Urlaubskino zum Thema Vietnam, Namibia oder Westafrika wird  Fernreisende freuen.

 

Ägypten, Caravaning, Kreuzfahrten, Fahrrad, Fernreisen und vieles mehr: Noch bis Sonntag lädt die Touristik & Caravaning alle Reisehungrigen ein, den nächsten sonnigen Urlaub zu buchen, in die Pedale zu treten und das komfortable Innenleben eines Reisemobils zu entdecken.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.touristikundcaravaning.de oder auf der Facebook-Seite www.facebook.com/touristikundcaravaning

ÄGYPTEN LÄDT JEDEN CHRISTEN EIN

 

JOSEF   MARIA   JESUS

Ägypten und seine Bewohner werden in der Bibel über 700mal erwähnt. In den Hebräischen Schriften wird Ägypten gewöhnlich als Mizrajim (Mizrájim) bezeichnet (vgl. 1Mo 50:11), was offensichtlich darauf hinweist, dass die Nachkommen dieses Sohnes Hams in dieser Gegend entweder führend oder in der Mehrzahl waren (1Mo 10:6). Die Araber nennen Ägypten heute noch Misr. In gewissen Psalmen wird es das „Land Hams“ genannt (Ps 105:23, 27; 106:21, 22).

 

Der Nil, dessen fruchtbares Tal die dürren Wüstenregionen Nordostafrikas wie ein langes, schmales grünes Band durchzieht, ist von jeher die Lebensader Ägyptens gewesen. Unterägypten umfaßte das breite Nildelta, wo sich der Fluss in verschiedene Arme (früher mindestens fünf, heute nur noch zwei) aufteilt, bevor er ins Mittelmeer mündet. Vom Teilungspunkt des Flusses (in der Gegend von Kairo) bis zur Küste sind es ungefähr 160 km. Etwas n. von Kairo befindet sich der Ort, wo einst Heliopolis (das biblische On) lag, und einige Kilometer s. von Kairo liegt Memphis (in der Bibel gewöhnlich Noph genannt) (1Mo 46:20; Jer 46:19; Hos 9:6). Südlich von Memphis begann „Oberägypten“, das sich ungefähr 960 km flußaufwärts bis zum ersten Katarakt des Nil (bei Assuan, dem alten Syene) erstreckte. Viele Gelehrte finden es logischer, den n. Teil dieses Gebietes als „Mittelägypten“ zu bezeichnen. In dieser ganzen Region (Mittel- und Oberägypten) ist das ebene Niltal kaum mehr als 20 km breit und wird auf beiden Seiten von Kalkstein- und Sandsteinfelsen gegen die Wüste abgegrenzt.

 

Jenseits des ersten Katarakts lag Äthiopien, weshalb von Ägypten gesagt wurde, es habe „von Migdol [das offenbar im NO Ägyptens lag] bis Syene und bis an die Grenze von Äthiopien“ gereicht (Hes 29:10). Die hebräische Bezeichnung Mizrájim wird gewöhnlich auf das ganze Land Ägypten angewandt. Doch viele Gelehrte sind der Meinung, daß in einigen Fällen damit Unterägypten und vielleicht auch Mittelägypten gemeint ist, während Oberägypten als „Pathros“ bezeichnet wird. Der Hinweis auf ‘Ägypten [Mizrajim], Pathros und Kusch’ in Jesaja 11:11 entspricht einer ähnlichen geographischen Aufzählung in einer Inschrift des assyrischen Königs Asarhaddon (Esar-Haddon), der die Gebiete von „Musur, Paturisi und Kûsu“ als zu seinem Reich gehörend anführt (Ancient Near Eastern Texts, herausgegeben von J. B. Pritchard, 1974, S. 290).

 

Ägyptenwurde im N vom Mittelmeer begrenzt; im S grenzte es an den ersten Katarakt des Nil und an Nubien (Äthiopien), im W an die Libysche Wüste (ein Teil der Sahara) und im O an die Arabische Wüste. Es war also nach außen hin größtenteils ziemlich abgeschirmt und vor feindlichen Einfällen geschützt. Im NO war es jedoch durch die Landenge von Sues mit dem asiatischen Kontinent verbunden (1Sa 15:7; 27:8), und über diese Landbrücke kamen Handelskarawanen (1Mo 37:25), Einwanderer und mit der Zeit auch feindliche Armeen. Das „Wildbachtal Ägyptens“ (nach allgemeiner Annahme das Wadi el-‛Arisch auf der Sinaihalbinsel) war offenbar der äußerste Punkt im NO des ägyptischen Hoheitsgebiets (2Kö 24:7). Jenseits davon lag Kanaan (1Mo 15:18; Jos 15:4). In der Wüste w. des Nil befanden sich mindestens fünf Oasen, die schließlich einen Teil des Königreiches Ägypten bildeten. Die große Oase Faijum, etwa 70 km sw. des alten Memphis, wurde vom Nil aus durch einen Kanal bewässert.

                                                 18. November 2015

In Abstimmung mit TAMER MARZOUK

Director of Tourism Board for

Gemany, Ausria, Switzerland & Poland - zur gr. STUDIENREISE

  _  _  _

Botschafter der Republik Ägypten Dr. Badr Abdelatty in Gemany
Botschafter der Republik Ägypten Dr. Badr Abdelatty in Gemany

 

Ägypten

 

'DAS LAND WO ALLES BEGINNT'

 

Quarsafaris in der endlosen Wüste präsentiert sich mit 17 weiteren Ländern vom 18. bis 22. November 2015. Zahlreich attraktive Reiseangebote für die schönste Zeit des Jahres auf dem Leipziger Messegelände.

                                        
Das Land der Pharaonen ist nicht einfach nur ein Urlaubsland mit Palmenstränden, viel Sonne und Meer. Das Land am Nil ist reich an Geschichte und Kultur und fasziniert selbst nach Tausenden von Jahren immer noch die Menschheit. Alles, was wir Zivilisation nennen, stammt aus Ägypten: Die Ägypter erfanden die Schrift und den Zentralstaat, den ersten brauchbaren Kalender und die Pyramiden. Ihre Kultur ist von Wissenschaftlern so gut erforscht wie kaum eine sonst – doch immer noch ist vieles verborgen. Im Sand der Zeit schlummern die Geheimnisse und werden auch weiterhin Generationen in den Bann Ägyptens ziehen. In Halle 5 am Stand F 20 informiert Ägypten über die besten und abwechslungsreichsten Destinationen und präsentiert sich den Gästen in all seinen schillernden Facetten.  Exotische Tänze und ferne Welten. Das vielfältige Bühnenprogramm aus ägyptischem Tanz, aufregenden Shows, interessanten Vorträgen und Interviews sorgt für Stimmung.

 

 

120 JAHRE REICHSGERICHTSGEBÄUDE

 

Gemeinsame Pressemitteilung/ Bundesgerichtshof

und Bundesverwaltungsgericht

 

 

Heute vor genau 120 Jahren - am 26. Oktober 1895 - wurde das Reichsgerichtsgebäude in Leipzig, heutiger Sitz des Bundesverwaltungsgerichts, feierlich eingeweiht. Anlässlich dieses Jubiläums veranstalten der Bundesgerichtshof und das Bundesverwaltungsgericht am 29. und 30. Oktober 2015 in den Räumen des Bundesverwaltungsgerichts ein gemeinsames Fachsymposion. Am 29. Oktober 2015 wird die Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, das Symposion eröffnen. Herr Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D. Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Dieter Grimm wird die Festrede halten. Sodann werden an beiden Tagen hochkarätige Moderatoren und Referenten im Rahmen acht verschiedener Foren sowohl die bewegte Bau- und Nutzungsgeschichte des Reichsgerichtsgebäudes in den vergangenen 120 Jahren beleuchten als auch die verfassungs-, zivil- und strafrechtliche Rechtsprechung des Reichsgerichts sowie die jüngere Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts näher untersuchen.

 

"Das Reichsgericht erhält seinen Sitz in Leipzig." Darauf verständigten sich Bundesrat und Reichstag am 11. April 1877 in einem Gesetz und beendeten damit eine lebhafte Debatte um den Standort des noch zu gründenden obersten deutschen Gerichts für Zivil- und Strafsachen. Mit Ludwig Hoffmann (1852-1932) und Peter Dybwad (1859-1921) setzten sich 1884/85 in einem Wettbewerb zur Errichtung des Reichsgerichtsgebäudes zwei junge, bis dahin unbekannte Architekten durch. Nach nur siebenjähriger Bauzeit bezog das 1879 in Leipzig gegründete Reichsgericht sein neues Gebäude. Dem Reichsgericht waren u.a. der Reichsdisziplinarhof und der Ehrengerichtshof für die Rechtsanwälte sowie in der Zeit der Weimarer Republik der Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich und das Reichsarbeitsgericht angegliedert. Der Reichsgerichtsbau war ferner Sitz der Reichsanwaltschaft, der obersten Anklagebehörde. 

 

In den folgenden 50 Jahrenerwarb sich das Reichsgericht Verdienste um die Fortbildung des Privatrechts, insbesondere bei der Auslegung des am 1. Januar 1900 in Kraft getretenen Bürgerlichen Gesetzbuches. Aber auch zahlreiche Strafprozesse, die die nationale und internationale Öffentlichkeit bewegten, fanden hier statt: unter ihnen das Hochverratsverfahren gegen Karl Liebknecht (1907), der Ulmer Reichswehrprozess (1930) und der Reichstagsbrandprozess (1933). Heute besteht Einvernehmen darüber, dass das Urteil im Reichstagsbrandprozess, aber auch andere strafrechtliche Entscheidungen des Reichsgerichts Unrecht waren.

 

Nach der Auflösung des Reichsgerichts 1945 wurde das Gebäude über mehrere Jahrzehnte von unterschiedlichen Institutionen genutzt. Seit 1952 trug es den Namen "Georgi – Dimitroff -Museum", beherbergte daneben aber auch das Museum der Bildenden Künste, das Institut für Länderkunde, das Sächsische Staatsarchiv und Synchronstudios der DEFA.

 

Nach der Wiedervereinigungder beiden deutschen Staaten wurde das Gebäude wieder seiner ursprünglichen Nutzung als Gerichtsgebäude zugeführt: Die Unabhängige Föderalismuskommission des Bundes und der Länder empfahl am 27. Mai 1992, das bis dahin in Berlin residierende Bundesverwaltungsgericht einschließlich der beiden Münchener Außensenate nach Leipzig zu verlegen. Zu diesem Zweck wurde das Reichsgerichtsgebäude ab 1998 aufwändig saniert, restauriert und umgebaut. Seit dem 26. August 2002 ist es Sitz des Bundesverwaltungsgerichts, des obersten Gerichtshofs des Bundes auf dem Gebiet der allgemeinen Verwaltungsgerichtsbarkeit. 

 

Vom 2. November bis 23. Dezember 2015 finden in der Kuppelhalle des Gerichtsgebäudes zwei Sonderausstellungen zu den Themen "120 Jahre Reichsgerichtsgebäude" sowie "Die Reichsgerichtsbibliothek im Wandel der Zeit" statt. Diese können - ebenso wie die Dauerausstellung "Das Reichsgerichtsgebäude und seine Nutzer" - montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr besichtigt werden.

                                  Karlsruhe/ Leipzig den 26. Oktober 2015

 

® www-profw

Bildung für Menschen im höherem Lebensalter,

hat an der Universität Leipzig eine lange Tradition. Die Universität bietet erneut im Wintersemester ein Seniorenstudium an.

 

 Studierende können an wissenschaftlichen Vorträgen beispielsweise aus der Medizin, Geschichte, Recht, Religion oder Literatur teilnehmen.

Am 19. Oktober 2015 wurde im Gewandhaus um 14:00 Uhr das neue Studienjahr feierlich eröffnet.

 

Zahlreiche Auszeichnungen für besonderes Mitwirken im Seniorenstudium,

wurden durch die musikalische Gestaltung durch die MDR Brassband Leipzig begleitet.

 

 

 

 

Yvonne Weigert ist Leiterin der Wissenschaftlichen Weiterbildung der Universität Leipzig und berichtet in ihrer Festansprache: >>>Eine Aufgabe der Universitäten ist es, wissenschaftliche Weiterbildung anzubieten<<<. Ohne Zweifel zählt dazu auch der komplette Bildungsbereich für Menschen im höheren Lebensalter. Von den Älteren ist der/ die Jüngste 60 Jahre und die Älteste Dame hat ihr 90igstes Lebensjahr vor Jahren bereits vollendet. Die Frauenquote liegt im Vergleich zu den Herren der Schöpfung signifikant höher. Das lässt unstrittig den Schluss zu, dass Frauen eher bereit sind, mit neuem Wissen unseren Zeitgeist den Kampf anzusagen um das Leben nachhaltiger schützen zu können, als das so genannte starke Geschlecht. Die Universität Leipzig nimmt vollumfänglich ihre öffentliche Verantwortung wahr. Drei Jahre nach dem Mauerfall im Jahr 1993 hat sie sich interessierten Bürgerinnen und Bürger im Geist der friedlichen Revolution geöffnet. Es ist nachhaltig beeindruckend, mit welcher optimistisch stürmischen Begeisterung diese Senioren, die in die zukunftweisenden Wissenslücken auszufüllen bereit sind. In absoluten Zahlen für das Herbstsemester zeigt sich die Immatrikulationszahl von insgesamt mehr als 2.300 Senioren an der Alma mater.

 

Aktuell ist eine Langzeitstudie iS von Erforschen der Heiligen Schriften von Prof. Dr. div. hc. Wolfgang G. Walkhoefer als Partner von LipsCityForumLeipzig, als Interaktion mit der Universität im Kontext effektiver Kooperation in Verhandlung. (SEMESTER Ü 60) Von Mensch zu Mensch ist ein theokratischer Leitfaden durch unsere Welt, der bereits vor der Jahrtausendwende in zweiter Auflage im Fischer Verlag vergriffen war.

 

Wissenschaft und Glauben als Ergebnis eine Wahrheit als menschlichstes Bedürfnis anerkennen zu lernen – ist das Forschungsziel. Während sich dieser Konflikt auf den Feldern von Politik, Schulunterricht, Arbeitswelt und vor allem innerhalb von Familien entzündet, wird es höchste Zeit vernünftig lernen zu lernen.

©

pd wolle


A R E N A    L E I P Z I G

 9. 9. I 19.oo Uhr

SIEG 26 : 25 SC DHfK  : SC MAGDEBURG

 

 

                         4 : 4                                                                                                          4 : 4 

                                                                  NACH VIER SPIELEN  

                                                 TABELLENSTAND: SCM 8 I  SC DHfK 12

© Karsten Mann
© Karsten Mann
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Torfolge

2:1, 3:6, 7:7, 9:8, 12:11, 15:13, 19:16, 22:17, 23:23, 25:24, 26:25

 

SC DHfK Leipzig

Storbeck, Putera; Steinert 2, Jurdsz 4, Krzikalla 4, Pöter 2, Oehlrich, Binder, Janke 1, Sommer 11/6, Roscheck, Zhedik, Milosevic 2

 

SC Magdeburg

Green, Quenstedt; Musa 1, Rojewski, Musche 2, van Olphen, Natek, Bagersted, Haaß 2, Bezjak 3, Weber 9, Damgaard 3, Lemke 3

 

Siebenmeter - Leipzig 7/6, Magdeburg 8/8      

Zeitstrafen - Leipzig 6 min, Magdeburg 6 min

 

Schiedsrichter - Martin Thöne, Marijo Zupanovic (Berlin)

 

Zuschauer  - 5504  

22.oo Uhr

           

 

                   Vor drei Monaten

 

 

Arbeiten Sie als Journalist für die LEIPZIGER ZEITUNG Die LEIPZIGER ZEITUNG ist stets auf der Suche nach Journalisten, die sich auf das Projekt einer Wochenzeitung für Leipzig einlassen wollen, um sich für fairen und transparenten Lokaljournalismus zu engagieren. Wer Teil unserer Redaktion werden möchte, sende uns eine Nachricht mit einer Kurzvorstellung bisherigen journalistischen Schaffens an: mitmachen@leipziger-zeitung.info

 

Drei Monate nach Erscheinen der ersten Druckausgabe, wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, wie aus den Bekanntmachungen am Amtsgericht Leipzig hervorgeht. Das Insolvenzverfahren wurde eröffnet. Ende Mai ging die unabhängige Wochenzeitung als reines Print Angebot an den Start. Die Zeitungsmacher hatten mehr Abonnenten kalkuliert … sie blieben bedauerlicherweise aus … die Gründe dafür kann hoffentlich bereits der vorläufig vom Amtsgericht bestellte Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Florian Stapper ergründen.         

                                                                                                                                                      © LCF / August 2015

 

 

 

 

 

 

 




Die Olsenbande
- mächtig gewaltig -
regelmäßig hier als Krimi-Theater



Presse und Publikum sind begeistert
29.01./08.02./21.02./04.03./21.03./

03.04./01.05./30.05./13.09./08.10.2015





 

 

 

 

 

 

VORGESCHMACK

 

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FRISCHER  SOMMERWIND  

 

2014

 

DR. JÜRGEN  ULRICH (LEIPZIG)

FÜR  LIPSCITYFORUM

 

FÖRDERER

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® LCF/ MDR

Meine zweite Chance | Folge 4 | 12.08.2015 | 21.15 Uhr MDR-TV

 

Siegfried Höhne aus Lindenau bei Schneeberg,

schildert: wie aus seiner Bar ein kleines Bordell wurde…

 

Der sympathische Haudegen führte einst den wohl kleinsten Puff Ostdeutschlands. Finanzielle Not trieb ihn dazu. Seine Nachbarn eröffneten ihm die Chance, auf den Pfad der Tugend zurückzukehren. Eine Geschichte voller skurriler Anekdoten und Wendungen.

 

Siegfried Höhne ist ein Zugereister. Eigentlich stammt der 72-jährige aus Leipzig. Ins Erzgebirge kommt er Mitte der 1970er Jahre. Mit seiner Frau wird er im Schneeberger Ortsteil Lindenau die Leitung der Waldschänke zu übernehmen.

 

Vom Betriebsferienheim zum In-Lokal

Er träumte schon immer von einer eigenen Bar nach dem Vorbild der REGINA-Bar in Leipzig - einem Striplokal! Ende der 1980er-Jahre erfüllt er sich dann endlich diesen Traum im Erdgeschoss seines neu gebauten Eigenheimes. "Seine" Regina-Bar ist nun der Szenetreffpunkt im Umkreis. Doch zur Wende bleibt die Kundschaft weg. Doch geblieben sind ein Berg Schulden vom Hausbau und Lohnkosten für drei Angestellte. Dazu haben Höhnes gerade ihre Hauptgaststätte gekauft. Jetzt geht es um das finanzielle Überleben. Doch nun werden zwielichtige Gestalten aus der Hamburger Rotlichtszene auf ihn aufmerksam. Für seine Bar haben sie konkrete Vorstellungen. Sie staffieren seine Bar komplett neu aus, auch mit zwei Prostituierten. Nun ist Siegfried Höhne - mehr ungewollt - der Betreiber eines Mini-Bordells.

 

Eine Weile geht alles gut: Die Mädchen ziehen ordentlich Kundschaft. Der Laden läuft. Doch nun wird Höhne von den Lindenauern geschnitten. Der Club in der Eigenheimsiedlung lockt Kundschaft an, die den Nachbarn aufstößt. Oftmals können sie aufgrund des Lärms bis in die Morgenstunden nicht schlafen.

 

Happy End

Der direkte Nachbar Roland Frötschner, ist irgendwann so zermürbt, dass er nur einen Ausweg sieht: Er bietet Höhne an, Bar samt Haus abzukaufen. Es gibt nur ein Problem: Den Hamburger Geschäftspartnern muss er klarmachen, dass er aussteigt. Doch es gelingt. Durch Verkauf von Haus und Puff kann Höhne seine Schulden abbezahlen. Und in seine geliebte Waldschänke investieren, die seine Familie bis heute betreibt.


                      ® LCF/ MDR

Meine zweite Chance:


Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

 


Peter Escher ist Fernseh- und Hörfunkmoderator der MDR-Sendung Escher - der MDR-Ratgeber von 1995 bis 2013 wurde er mit dem Medienpreis "Goldene Henne" ausgezeichnet.

 

Seit April 2014 ist Moderator Peter Escher mit seinem neuen Format auf Sendung. Darin gibt er Menschen, die einen Schicksalsschlag erlitten haben, Hilfestellung und begleitet sie auf ihrem neuen Weg. Ob durch Unfall, Krankheit oder eine Gewalttat – von einem Tag auf den anderen kann sich schlagartig alles ändern. Woher nehmen Betroffene dann die Kraft, sich dieser Herausforderung zu stellen? Wie schwer ist es, sein Leben neu zu ordnen – eine zweite Chance zu ergreifen?

 

Ob durch Unfall, Krankheit oder eine Gewalttat - von einem Tag auf den anderen kann sich schlagartig alles ändern. Woher nehmen Betroffene dann die Kraft, sich dieser Herausforderung zu stellen? Wie schwer ist es, sein Leben neu zu ordnen - eine zweite Chance zu ergreifen?

 

Peter Escher trifft in seiner Reportagereihe Menschen, die einen solchen Bruch im Leben erlitten haben. Die thematische Vielfalt reichte dabei von Krankheitsbedingten Schicksalen, existenziellen Hiobsbotschaften bis hin zu persönlichen Rückschlägen oder Umbrüchen. Er porträtiert auch diejenigen, die aus eigener Kraft die Notbremse zogen, um ihr Leben komplett zu verändern.

 

Der gebürtige Oberlausitzer war von 1976 an zehn Jahre als Redakteur und Sprecher beim DDR-Rundfunk tätig. 1986 und 1987 arbeitete Peter Escher dann im Ost-Berliner Künstlerclub "Die Möwe" als Manager mehrerer Jazzbands und Kabarettisten. Nach verschiedenen Radiojobs in Bayern und Luxemburg landete er 1992 im Team von Hans Meiser. Dort sammelt Peter Escher als verantwortlicher Redakteur erste TV Erfahrungen. Rund 50 "Meiser Talkshows" bereitete er hinter den Kulissen beim Kölner Privatsender RTL vor.

 

Von 1995 bis 2013 war Peter Escher beim MDR mit 850 Ausgaben seiner wöchentlichen Ratgebersendung "Escher – der MDR-Ratgeber" erfolgreich und erhielt dafür 2005 die "Goldene Henne" in der Rubrik "Fernsehen".

 

Seit 2007 ist der beliebte Moderator mit der MDR-Reihe "Die Spur der Täter" auf Sendung. In dem 30-minütigen Magazin geht er zusammen mit Kriminalisten Gewaltverbrechen nach. Sein neues Projekt im MDR FERNSEHEN ist das Format "Meine zweite Chance – Peter Escher auf den Spuren des Schicksals". Die erste Folge wird am 2. April 2014, 21.15 Uhr zu sehen sein.

 

 ® LCF

2014

 

 

 

 

28.09.2014 

 

Peter Hahne - Talk im ZDF

 

Der ehemalige Bundesminister Rudolf Seiters war mit Peter Escher zu Gast im ZDF-Talk Peter Hahne

 

 

Thema: Die massenhafte Republikflucht im Spätsommer 1989 über Budapest und Prag.

 

Escher war mit seiner Familie, einer von 10.000 Flüchtlingen, die über Budapest aus der DDR geflohen waren.

® LCF______2014